Pfingsten ein Star – die Rose ohne Dornen!
26. Mai 2010
Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,
im Mai und Juni verwöhnt uns die Natur mit einer Fülle von Pflanzen und Blumen.
Fünfzig Tage nach Ostern und zehn Tage nach Himmelfahrt steht sie an Pfingsten im Mittelpunkt – die Paeonia, die Pfingstrose, die Rose ohne Dornen. Für mich eine der schönsten Pflanzen, die oft ein Schattendasein zwischen Rosen und Rhododendron führt. Es ist ein bezaubernder Anblick, wenn die dicken Knospen sich zu einer ausdrucksvollen Blüte öffnen. Bei uns steht die Paeonia hinter der Rose als beliebtester Blume, in China ist die Pfingstrose Nationalpflanze und wird seit mehr als tausend Jahren als Zierpflanze kultiviert. Sie hat hier die Bedeutung wie die Zierkirschen in Japan und schon im Mittelalter fand sie als Heilpflanze Verwendung.
Die großen, oft bis zu 20 cm breiten Blüten, die bei einigen Arten und vielen Sorten herrlich duften, stellen mit ihren bis 1,5 Meter hohen Büschen die Attraktion im Garten dar. Die Blüten präsentieren sich in seidigem Rosa, Weiß, Gelb, Violett und in glühendem Rot, dicht gefüllt bis hin zu offenen Schalen. An ihrem Grund lässt sich das Gold von Staubgefäßen, tiefrote, rosa, grünliche oder gelbe Fruchtknoten und manchmal dunkelrotschwarze Flecken oder eine rote oder rosa Zeichnung entdecken.
Bei uns sind die wichtigsten Arten der staudigen Päonien – die Paeonia officinalis und Paeonia lactiflora. Die Paeonia officinalis, die Bauernpfingstrose, stammt aus Europa ist seit der Antike bekannt. In Klostergärten wurde sie zur Heilung vieler Krankheiten verwendet. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam die chinesische Pfingstrose Paeonia lactiflora nach Europa. Mit ihren Farben und ihrer Eleganz, ihrem Blüten- und Formenreichtum und durch die prachtvolle Blüte, gelten sie auch als Edelpfingstrosen.
In der Sprache der Blumen ist die Bauernpfingstrose – Symbol für Reichtum, Heil oder Heilung, sowie Schönheit. Die chinesiche Paeonia – Symbol für Reichtum, aber auch ein Liebespfand und ein in Liebe erfülltes Frauenleben. In der Symbolik, als Botschaft durch die Pflanze, gilt die Pfingstrose für „aufdringlich und eitel“.
Wir zählen heute 33 Arten von Paeonien und eine nicht so bekannte, sehr schöne, ist die Echte Pfingstrose, die auch in den Alpen heimisch ist.
Dies kann nur ein kleiner Aspekt zu der vielfältigen Betrachtung der Pfingstrosen sein. Ich hoffe aber, Euer Interesse für diese Schönheiten geweckt zu haben und ihr, wenn ihre keine Paeonien in eurem eigenen Garten habt, an Pfingsten mal die eine oder andere Gartenschau besucht, wo ihr sie bestimmt findet. Hier empfehle ich euch, die BUGA in Schwerin, die diesjährigen Landesgartenschauen in Rechberghausen (Baden Württ.), Rain am Lech (Bayern), Oranienburg (Brandenburg), Reichenbach Vogtland (Sachsen) und den Ausstellungskalender in Tipps.
Ich wünsche euch ein gesegnetes Pfingstfest, mit viel Freude an den wunderschönen Frühblühern.
Herzlichst, euer Charles

