Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,
herrlich, wie uns in diesen Tagen die Sonne mit herbstlicher Wärme verwöhnt. Da wird sogar hier und da der Sonnenstuhl nochmals aufgeklappt, fast wie im Sommer. Im Volksmund nennt man diese schönen Tage den „Altweiber Sommer“.
Dabei haben alte Weiber hiermit eigentlich nichts zu tun, außer, dass auch sie die Wärme genießen.
Der "Altweiber Sommer" ist die Übergangszeit von sommerlicher zur winterlicher Witterung. Die Tage werden kürzer und die Temperatur Unterschiede von Nacht und Tag größer. Morgens gibt es Nebel und es bildet sich Raureif, den man besonders gut auf den Spinnennetzen in der Natur sieht. Und daher kommt der Name:
Mit "weiben" wurde im Altdeutschen das Knüpfen von Spinnweben bezeichnet. Vor allem im Spätsommer und Herbst, wenn es draußen noch warm und die Sonne scheint, sieht man besonders viele Spinnweben herumweben. Es erinnert an einen Webstuhl, wie ihn meist ältere Frauen benutzt haben. Und „Alt“ bedeutet soviel wie „Spät“, also „Spät (Spinn)weben Sommer“.
Aber diese Tage bedeuten auch, dass sich die ersten Nachtfröste ankündigen und die meisten Kübelpflanzen geschützt oder ins Winterquartier gebracht werden müssen. Das bedeutet für die meisten Pflanzen: hell, kühl, frostfrei und mäßig feucht einquartieren.
Noch voller Blüten, aber bald wird es draußen zu kalt:
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Oleander
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Basilikum
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Hibiskus
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Kübelpflanzen ins Winterquartier
Jede Pflanzenart reagiert anders auf die verschiedenen Witterungen des Jahres. Bevor die Pflanzen in die Winterruhe geschickt werden, sollten ihre Bedürfnisse bekannt sein.*)
Generell gilt, dass die Pflanzen so spät wie möglich hereingeholt werden sollten, da die Triebe so besser ausreifen.
Außerdem sind die Klimabedingungen in den meisten Winterquartieren für die Pflanzen nicht optimal. Ihr Aufenthalt dort sollte so kurz wie möglich sein.
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Fuchsien, Geranien, Knollenbegonien, Schönmalven, Trompetenbaum und alle Citrus-Arten, Gardenie, der Roseneibisch, Zierbanane
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müssen schon bei Temperaturen von weniger als zehn Grad geschützt werden
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Gardenie, der Roseneibisch, Zierbanane
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halten kurzzeitig Temperaturen von bis zu minus fünf Grad Celsius aus
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Lorbeer und Rosmarin. Bambus Buchsbaum
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vertragen niedrige Temperaturen und den können den Winter über draußen bleiben
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Die Pflanzen sollten vor ihrem Winterquartier nicht mehr gedüngt werden, da sie dann in die Ruhephase übergehen und die Triebe gut ausreifen können.
Pflanzen, die überwintert werden sollen, müssen kräftig und gesund sein. Aus Platzgründen ist insbesondere bei größeren Kübelpflanzen schon beim Einräumen ein Rückschnitt empfehlenswert. Auf jeden Fall müssen alle welken, faulen oder kränklich aussehenden Pflanzenteile entfernt werden.
Vor dem Einzug ins Winterquartier sollten die Pflanzen auf Schädlingsbefall untersucht werden. Rapsöle sind gut wirksam gegen Woll- und Schmierläuse. Im oft zu warmen und trockenen Winterquartier haben auch Spinnmilben leichtes Spiel.
Gute Präparate hiergegen erhält man im Fachhandel. Kombistäbchen mit Pflanzenschutzmitteln und Dünger für den Boden sind zu dieser Jahreszeit ungeeignet.
Optimal stehen die meisten Pflanzen hell und gut geschützt bei Temperaturen um fünf bis sechs Grad Celsius. Auch im Winter müssen die Pflanzen – an die niedrigen Temperaturen angepasst – gewässert werden. Das bedeutet, nur soviel gießen, dass sie nicht vertrocknen. Staunässe, hohe Luftfeuchtigkeit und Zugluft sind zu vermeiden.
Kübelpflanzen im Freien frostsicher machen
Experten Empfehlung von Harro Wilhelm
Ökonomierat, Gärtnermeister, Geschäftsführer „Storb – Die Erlebnisgärtnerei“, Saarbrücken
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Harro Wilhelm ist unser Experte für Pflanzenvermehrung
An Harro Wilhelm könnt ihr eure Fragen im Reiter “Experten-Forum” stellen
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„Bei Pflanzen, die im Winter draußen stehen, ist es wichtig, dass man die Wurzeln schützt. Gerade im letzten Winter hatten wir eine lange Frostperiode. Die Pflanzen verdunsten Wasser und können aus dem gefrorenen Boden nichts nachziehen. Der Topf sollte so lange als möglich nicht frieren.
Ich empfehle Ihnen einen 20 cm größeren Topf zu nehmen, den Boden mit Lecaton oder Kies belegen, die Pflanze hineinstellen und rundherum mit Laub, Rindenmulch oder Styropor vollzustopfen.

Auch auf dem Topf die Erde abdecken. Dann kann man auch in der Frostperiode ab und zu gießen. Wichtig ist es, dass der Topf unten frei steht und nicht auf dem Boden anfriert, damit das überschüssige Wasser ablaufen kann. Als Notlösung, was aber nicht sehr schön aussieht kann man den Topf auch doppelt mit Noppenfolie zuschlagen, oben am Stamm zu binden und nicht vergessen, den Topf hohl zu stellen.
Palmen oben zusammen binden und mit Leinen schützen (Es gibt keine frostharten Palmen, wenn sie auch als solche verkauft werden)“
Viel Erfolg beim Um- oder Einquartieren euer Kübelpflanzen wünscht euch
euer Charles
*)Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen