Charles Blog

Der Blog für Pflanzenliebhaber

“Meet Eater” – facebook community ernährt Pflanzen

27. September 2010

Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,

der Spruch: „Es gibt Dinge, die gibt`s gar nicht“, fällt mir spontan zu dem „Meet Eater“ Projekt ein, welches der Designer Bashkim Isai, im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der Universität von Queensland, Australien, initiiert hat. Er schuf eine ungewöhnliche Pflanze, die auf eine einzigartige Weise ernährt wird und nur so wachsen kann, die

„Meet Plant“

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Das Besondere an dieser Pflanze ist, dass sie ihre Nährstoffe und das Wasser durch eine ungewöhnliche Weise erhält. Zuspruch und Beiträge von Freunden auf der facebook Seite „Meet Eater“ werden als Signale zu einem speziellen Ernährungs- und Bewässerungssystem weiter geleitet. Jeder Beitrag, sei es – gefällt mir – Kommentar – Beitrag – Bilder-etc. - sorgt dafür, dass die Pflanze einen Versorgungsimpuls erhält.

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Meat Plant
stellt sich auf facebook vor:

“ I’m Meet Eater: a real garden that feeds on social interaction. The more you talk to me, the more I grow! Become a Fan of my page and share a joke, a picture or a video. It’s like watching plants grow.”

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Hierbei kann jedes facebook Mitglied seinen „Grünen Daumen“ einbringen und für das Wachstum von Meet Eater sorgen. Fast 9.000 Freunde sind bereits hieran beteiligt.

 

Damit die Pflanze aber nicht „totgegossen“ oder „überfüttert“ wird, hat Bashkim Isai hierfür eine Pflege Auszeit programmiert, welche die facebook Freunde informiert: “Oh no more wall messages today. Have had a little too much to eat. I don’t want to drown! Add me as a friend and talk to me in a few hours. ”

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Der große Erfolg dieser “social interaction“ zeigt, zu was Sozial Media, als fester Bestandteil unserer heutigen Gesellschaft, fähig ist: Begeisterung für eine außergewöhnliche Idee zu schaffen und diese in kurzer Zeit auf sehr viele Menschen zu transferieren, die diese Begeisterung übernehmen und weiter tragen.

Da ihr alle einen „Grünen Daumen“ habt, möchtet ihr sicher Meat Eater auch einmal oder regelmäßig füttern. Kein Problem, meldet euch an und macht mit bei

http://www.facebook.com/meeteater?v=app_349285803981

Wir treffen uns dort, ich bin auch dabei.

Herzlichst, euer Charles

 

Weitere Infos hierzu unter: http://mashable.com/2010/08/31/meet-eater-facebook/

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“Altweiber Sommer” genießen und an kalte Nächte denken

22. September 2010

Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,

herrlich, wie uns in diesen Tagen die Sonne mit herbstlicher Wärme verwöhnt. Da wird sogar hier und da der Sonnenstuhl nochmals aufgeklappt, fast wie im Sommer. Im Volksmund nennt man diese schönen Tage den „Altweiber Sommer“.

 

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Dabei haben alte Weiber hiermit eigentlich nichts zu tun, außer, dass auch sie die Wärme genießen.

Der "Altweiber Sommer" ist die Übergangszeit von sommerlicher zur winterlicher Witterung. Die Tage werden kürzer und die Temperatur Unterschiede von Nacht und Tag größer. Morgens gibt es Nebel und es bildet sich Raureif, den man besonders gut auf den Spinnennetzen in der Natur sieht. Und daher kommt der Name:

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Mit "weiben" wurde im Altdeutschen das Knüpfen von Spinnweben bezeichnet. Vor allem im Spätsommer und Herbst, wenn es draußen noch warm und die Sonne scheint, sieht man besonders viele Spinnweben herumweben. Es erinnert an einen Webstuhl, wie ihn meist ältere Frauen benutzt haben. Und „Alt“ bedeutet soviel wie „Spät“, also „Spät (Spinn)weben Sommer“.

Aber diese Tage bedeuten auch, dass sich die ersten Nachtfröste ankündigen und die meisten Kübelpflanzen geschützt oder ins Winterquartier gebracht werden müssen. Das bedeutet für die meisten Pflanzen: hell, kühl, frostfrei und mäßig feucht einquartieren.

Noch voller Blüten, aber bald wird es draußen zu kalt:

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Oleander

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Basilikum

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Hibiskus

 

Kübelpflanzen ins Winterquartier

Jede Pflanzenart reagiert anders auf die verschiedenen Witterungen des Jahres. Bevor die Pflanzen in die Winterruhe geschickt werden, sollten ihre Bedürfnisse bekannt sein.*)

Generell gilt, dass die Pflanzen so spät wie möglich hereingeholt werden sollten, da die Triebe so besser ausreifen.

Außerdem sind die Klimabedingungen in den meisten Winterquartieren für die Pflanzen nicht optimal. Ihr Aufenthalt dort sollte so kurz wie möglich sein.

 

Fuchsien, Geranien, Knollenbegonien, Schönmalven, Trompetenbaum und alle Citrus-Arten, Gardenie, der Roseneibisch,  Zierbanane

müssen schon bei Temperaturen von weniger als zehn Grad geschützt werden

Gardenie, der Roseneibisch, Zierbanane

halten kurzzeitig Temperaturen von bis zu minus fünf Grad Celsius aus

Lorbeer und Rosmarin. Bambus Buchsbaum

vertragen niedrige Temperaturen und den können den Winter über draußen bleiben

 

Die Pflanzen sollten vor ihrem Winterquartier nicht mehr gedüngt werden, da sie dann in die Ruhephase übergehen und die Triebe gut ausreifen können.

Pflanzen, die überwintert werden sollen, müssen kräftig und gesund sein. Aus Platzgründen ist insbesondere bei größeren Kübelpflanzen schon beim Einräumen ein Rückschnitt empfehlenswert. Auf jeden Fall müssen alle welken, faulen oder kränklich aussehenden Pflanzenteile entfernt werden.

Vor dem Einzug ins Winterquartier sollten die Pflanzen auf Schädlingsbefall untersucht werden. Rapsöle sind gut wirksam gegen Woll- und Schmierläuse. Im oft zu warmen und trockenen Winterquartier haben auch Spinnmilben leichtes Spiel.

Gute Präparate hiergegen erhält man im Fachhandel. Kombistäbchen mit Pflanzenschutzmitteln und Dünger für den Boden sind zu dieser Jahreszeit ungeeignet.

Optimal stehen die meisten Pflanzen hell und gut geschützt bei Temperaturen um fünf bis sechs Grad Celsius. Auch im Winter müssen die Pflanzen – an die niedrigen Temperaturen angepasst – gewässert werden. Das bedeutet, nur soviel gießen, dass sie nicht vertrocknen. Staunässe, hohe Luftfeuchtigkeit und Zugluft sind zu vermeiden.

 

Kübelpflanzen im Freien frostsicher machen

 

Experten Empfehlung von Harro Wilhelm

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Ökonomierat, Gärtnermeister, Geschäftsführer „Storb – Die Erlebnisgärtnerei“, Saarbrücken

Harro Wilhelm ist unser Experte für Pflanzenvermehrung

 

An Harro Wilhelm könnt ihr eure Fragen im Reiter “Experten-Forum” stellen

 

„Bei Pflanzen, die im Winter draußen stehen, ist es wichtig, dass man die Wurzeln schützt. Gerade im letzten Winter hatten wir eine lange Frostperiode. Die Pflanzen verdunsten Wasser und können aus dem gefrorenen Boden nichts nachziehen. Der Topf sollte so lange als möglich nicht frieren.

Ich empfehle Ihnen einen 20 cm größeren Topf zu nehmen, den Boden mit Lecaton oder Kies belegen, die Pflanze hineinstellen und rundherum mit Laub, Rindenmulch oder Styropor vollzustopfen.

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Auch auf dem Topf die Erde abdecken. Dann kann man auch in der Frostperiode ab und zu gießen. Wichtig ist es, dass der Topf unten frei steht und nicht auf dem Boden anfriert, damit das überschüssige Wasser ablaufen kann. Als Notlösung, was aber nicht sehr schön aussieht kann man den Topf auch doppelt mit Noppenfolie zuschlagen, oben am Stamm zu binden und nicht vergessen, den Topf hohl zu stellen.

Palmen oben zusammen binden und mit Leinen schützen (Es gibt keine frostharten Palmen, wenn sie auch als solche verkauft werden)“

Viel Erfolg beim Um- oder Einquartieren euer Kübelpflanzen wünscht euch

euer Charles 

*)Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

 

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"Viktoria von dem Bussche" ist jetzt auch eine Narzisse

21. September 2010

Eine kraftvolle neue Zwiebelblume trägt seit kurzem den Namen der leidenschaftlichen Gärtnerin und Schlossherrin von Schloss Ippenburg in Bad Essen im Osnabrücker Land: Eine spätblühende, prächtige Narzisse mit funkelnd weißem Deckblatt und gefülltem, flammend rotem Herzen.

image Vor 20 Jahren bestäubte der niederländische Veredler von Blumenzwiebeln, Fluwel, eine Dichternarzisse ‚Actaea‘ mit dem Samen einer anderen Dichternarzisse. Zehn Jahre später wurde die daraus entstandene Blume selektiert und weitere zehn Jahre später, also jetzt: 2010, präsentiert sich eine kraftvolle Zwiebelblume – eine spätblühende, prächtige Narzisse mit funkelnd weißem Deckblatt und gefülltem, flammend rotem Herzen.

Gemeinsam mit den Spezialisten vom Internationalen Blumenzwiebel Zentrum im niederländischen Hillegom und Jeroen van der Hoek von Fluwel war man sich schnell einig, dass diese noch namenlose Narzisse zu niemandem besser passt, als zur leidenschaftlichen Gärtnerin Viktoria Freifrau von dem Bussche.

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Daher taufte Viktoria von dem Bussche „ihre“ Narzisse am Rande des „Gartengesprächs“ der Landesgartenschau Bad Essen 2010 auf Schloss Ippenburg. Die Landschaftsarchitektin Gabriella Pape und Gräfin Bettina Bernadotte von der Blumeninsel Mainau und die Gartenbuchautorin Eva Kohlrusch sowie Anne Verdoes, Direktorin Internationales Blumenzwiebel Zentrum, und Claudia Gölz und Peter Menke von der Agentur Nedwork waren, neben zahlreichen Gartenschaubesuchern, als Gäste dabei.

Seit Jahren engagiert sich Viktoria von dem Bussche mit großem Einsatz für die Gartenkultur in Deutschland ebenso wie für die Heimatgemeinde von Schloss Ippenburg: Bad Essen. Mit frühjahrsblühenden Blumenzwiebeln beginnt die touristische Saison für das Soleheilbad Bad Essen schon seit ein paar Jahren lange vor der Sommergartensaison im Schlossgarten. Mit einem gelben Band von 100.000 Narzissen zwischen den beiden Schlössern Hünnefeld und Ippenburg wurde die Verbindung zu den niederländischen Blumenzwiebelgärtnern gelegt.

Im Laufe der Jahre sind Tausende Narzissen in zahlreichen Varietäten hinzugekommen. Bad Essen ist zu einer Narzissengemeinde geworden. Zweitausend Narzissen mit dem Namen der Ippenburger Schlossherrin werden in diesem Herbst in Bad Essen neu gesetzt – tausend auf Schloss Ippenburg und tausend im Solepark.

“ Bad Essen – da lässt es sich leben!”

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Interessante Frage: Wie entstanden unsere Blumen?

16. September 2010

Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,

in unserer hoch entwickelten Zivilisation beschäftigt sich die Wissenschaft nicht nur mit fernen Planeten und der Unendlichkeit des Universums sondern auch immer mehr mit den Fragen des Ursprungs, der Erdgeschichte, Entstehung des Lebens, der Menschheit und dem Leben der frühen Kulturen. Hierzu zählen auch u.a. Fragen, wie entstand unsere Natur und seit wann gibt es Blumen?

Letztere Frage geht Dough Hamilton in der Reihe Abenteuer Erde „Wie aus Pflanzen Blumen wurden“ in einer sehr informativen und spannenden Dokumentation nach, die bei arte ausgestrahlt wurde.

Wie aus Pflanzen Blumen wurden

“Ausgehend von einem ungewöhnlichen Fund, dem Fossil einer versteinerten Blume 400 Kilometer nordöstlich von Peking, führt die Dokumentation an außergewöhnliche Orte Chinas. Sie unternimmt eine spannende Reise von der "ersten Blume" der Erdgeschichte bis zur unvergleichlichen Pflanzenvielfalt im heutigen China.

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400 Kilometer nordöstlich von Peking entdeckten Bewohner eines Dorfes ein sehr gut erhaltenes Fossil. Der Geologe Ge Sun erkennt sofort die Bedeutung des Fundes. Um jedoch sicher zu gehen, sucht er David Pilcher, einen der weltweit besten Paläobotaniker, im Museum for Natural History in Gainesville/Florida auf.

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Eingehende Untersuchungen ergeben, dass es sich bei der wahrscheinlich 120 Millionen Jahre alten Versteinerung um die älteste Blume der Welt handelt. China ist schon lange für seinen außerordentlichen Blumenreichtum bekannt. 1910 suchte Ernest Henry Wilson im Hengduan-Gebirge in der westchinesischen Provinz Sichuan nach Blumen, die die englischen Gärten schmücken sollten. Damals brachte er unter anderem die Forsythie, die Klematis, den Rhododendron, die Kornelkirsche, die Schlüsselblume und die Lilie mit, die heute aus den Gärten Europas nicht mehr wegzudenken sind.

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Die "Royal Botanic Gardens" in Kew bei London, Parkanlage und Forschungsstätte in einem, beherbergen und bewahren Tausende von Pflanzenarten aus China. Nun folgt der berühmte chinesische Botaniker M. Yin, Professor an der Universität von Chengdu, den Spuren Ernest Henry Wilsons. Im Hengduan-Gebirge, einem der blumenreichsten Gebiete der Erde, untersucht er die Evolution der Flora. Wie hat sich der Übergang von der ungeschlechtlichen zur geschlechtlichen Vermehrung vollzogen? Wann und wie haben die Pflanzen die Kontrolle über ihre Fortpflanzungsart gewonnen? Wie und seit wann setzen Blumen den Faktor Schönheit als Lockmittel ein?”

Wer diese Sendung im Fernsehen nicht ansehen konnte, kann sich die Dokumentation nochmals hier in sechs Teilen anschauen – bei Youtube gesehen:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Teil 6

Ich wünsche euch eine spannende Entdeckerstunde!

Herzlichst, euer Charles

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Der mit den Pflanzen spricht!

15. September 2010

Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,

im Rahmen unserer Pflanzen Entdeckerserie möchte wir euch heute Wolf-Dieter Storl vorstellen, den, der mit Pflanzen spricht.

Der mit Pflanzen spricht

Phoenix hat ihn in einer Fernsehdokumentation präsentiert. Sehr Spannend und interessant!

“Die wilde, ursprüngliche Natur, die Wildpflanzen und Tiere, waren immer schon eine Quelle der Inspiration für ihn und formten seine Lebensphilosophie: Wolf-Dieter Storl ist Deutschlands bekanntester Kräuterkundige. Aufgenommen auf seinem Grundstück im Allgäu spricht Wolf-Dieter Storl in dieser faszinierenden Dokumentation über das Wesen dieser Pflanzen und ihre spirituelle Dimension.

Pflanzen sind für ihn nicht botanische Dinge, sondern haben, durch ihre Wechselbeziehung mit den Menschen, auch eine kulturelle, sprachliche, heilkundliche und mythologische Identität. Huflattich, Pestwurz, Brennnessel, Löwenzahn, Sanikel, Scharbockskraut, Hasel, Birke, Fichte, Salweide, Staudenknöterrich und Hirschkolbensumach werden ebenso vorgestellt wie die Räucherkräuter Beifuß, Wachholder und Mariengras.

Wolf-Dieter Storl gewährt tiefe Einblicke in sein persönliches Verhältnis zu den Pflanzen, in seinen Alltag und seine Rituale. “Der Mensch ist Teil der Natur, jedes Tier und jede Pflanze ist beseelt. Und je weniger wir das begreifen und zulassen, desto mehr verirren wir uns”, sagt er und ist selbst der lebendige Beweis dafür, dass es auch einen anderen, heilsameren Weg gibt. Wolf-Dieter Storl nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise in die Welt der Pflanzen und der Heilkunde eine andere Sicht auf die Welt und die Natur, die uns umgibt.”

Für alle, die diese Sendung nicht im Fernsehen sehen konnten, zeigen wir sie hier in drei Teilen – bei Youtube gesehen:

Viel Spaß bei eurer Entdeckerreise zu den Wundern der Natur!

Herzlichst, euer Charles

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Meine Orchideen sind verblüht – was soll ich tun?

13. September 2010

Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,

an vielen Orchideen Rispen stellen wir fest, dass die Zeit der wunderschönen, verschiedenartigen Blüten vorbei ist und nur noch wenige grüne Blätter im Topf vorhanden sind. Auch wenn die Orchideen beim Kauf noch viele geschlossene Blütenknospen hatten, sind auch diese irgendwann mal verblüht. Die Frage stellt sich. Soll ich die verblühte Pflanze behalten und auf neue Blüten warten, oder kaufe ich eine neue, schön blühende Orchidee?

traurig auf der Fensterbank clip_image002

Unser Ratschlag: Orchideen bitte nicht wegwerfen!

Die am meisten gekaufte Gattung Phalaenopsis ist besonders pflegeleicht, wenig anspruchsvoll und kann ohne weiteres wieder zum Blühen gebracht werden. Dies gilt aber auch für fast alle anderen Orchideen Gattungen.

Oft bilden sich bereits nach einigen Wochen einzelne Blütenknospen an der Stängelspitze. Für die Entstehung einer neuen Blütenrispe mit mehreren Knospen, schneidet man den Stil oberhalb des dritten oder vierten Stielknotens (Nodium) ab, so können sich nach etwa drei Monaten neue Seitentriebe entwickeln.
Beginnen die abgeblühten Stiele aber braun zu werden, sollte man sie um zwei Drittel zurück schneiden. In diesem Fall ist etwas mehr Geduld erforderlich, denn das Nachwachsen neuer Blütenrispen kann einige Monate dauern. Etwas beschleunigen lässt sich der Neuaustrieb, wenn die Orchidee einen optimalen Standort erhält. Ein Ost- oder Westfenster das hell, aber nicht vollsonnig ist, wäre der beste Platz und Temperaturen über 22°C mag die tropische Schönheit überhaupt nicht.

Während der Blühpause bitte nur sehr mäßig gießen. Das Substrat kann ohne schlechtes Gewissen auch einmal für kurze Zeit ganz austrocknen. Sobald sich die ersten Blütenstiele und Knospen ankündigen, benötigen die Pflanzen regelmäßig Wasser, wobei es nicht zu Staunässe kommen darf. Orchideen mögen am liebsten reines Regenwasser, das keinen Kalk enthält und so den niedrigen pH-Wert des Substrats nicht negativ beeinflusst. Spezielle Orchideendünger, z.B. von Seramis, sind auf die salzempfindlichen Pflanzen abgestimmt und fördern die Blütenbildung.

Ein zu kleines Pflanzgefäß kann die Blütenbildung verhindern. Wenn bereits viele Wurzeln aus dem Topf quellen, solltet ihr eurer Phalaenopsis eine neue Behausung gönnen, etwa drei Zentimeter breiter. Das neue Gefäß muss nicht unbedingt durchsichtig sein, denn Malaienblumen kommen mit den überirdisch wachsenden Wurzeln zurecht. Darum sollten nach dem Umtopfen immer einige der vorher ebenfalls außen wachsenden Wurzeln überhängen; abgestorbene Wurzeln werden entfernt.

clip_image002[5] Mit spezieller Orchideenerde oder einem Orchideen Spezial-Granulat (z.B. von Seramis) hat man die besten Erfolgsaussichten.

Ihr habt kein Spezial-Substrat für Orchideen von Seramis zu Hause?

Dann nutzt doch die Aktion “Schön in den Herbst”! Drei Seramis Produkte kaufen und gratis “Schönfühl-Beratung”  genießen. Info unter:

http://www.facebook.com/seramis.net?v=app_151274764893365

Sollte die Phalaenopsis trotz Beherzigung aller Punkte nicht blühen wollen, hilft ein kleiner Trick: Wenn die Nachttemperatur sechs Wochen lang 16°C nicht überschreitet, wird die Orchidee zum Blühen angeregt.

Wenn ihr also bereit seid, ein wenig Geduld und Arbeit in die exotischen Blütenwunder zu investieren, werdet ihr mit vielen neuen Knospen belohnt.

clip_image002[7]

Viel Erfolg wünscht euch Charles

Buchtipp: Orchideen für jedenDie wichtigsten Gruppen – Die schönsten Sorten – Die beste Pflege
von Jörn Pinske, (7,95 Euro)

http://www.amazon.de/Orchideen-f%C3%BCr-jeden-wichtigsten-sch%C3%B6nsten/dp/3835406272/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1284485441&sr=8-1

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“Blattgeflüster” in Abenteuer Erde und “Wie die wilden Tiere”

12. September 2010

Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,

 

Volker Arzt und Immanuel Birmelin zeigen in ihrer zweiteiligen Sendung “Kluge Pflanzen” das faszinierende, strategische Leben der Pflanzen im täglichen Kampf um Fortpflanzung und Überleben. Am Dienstag, 14. September, 20.15h, wird im WDR Fernsehen Teil 2 “Blattgeflüster” gezeigt. (Im Anhang auch als Youtube Video)

Hier die Information zum Beitrag “Kluge Pflanzen”:

Kluge Pflanzen (1): Wie die wilden Tiere - Sendung am 07. September 2010

Zweiteiler von Volker Arzt und Immanuel Birmelin

Pflanzen kämpfen gegen Konkurrenten und Feinde. Und sie brauchen Partner für den Sex. Dabei entwickeln sie fast unheimliche Strategien und Fähigkeiten. Sie warnen und wehren sich. Sie lügen und betrügen. Sie reden miteinander und rufen um Hilfe bei Gefahr. Eine neue Sicht der Pflanzen bahnt sich an, und ihre Erforschung ist aktueller denn je.

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Der Filmemacher Volker Arzt und der Biologe Immanuel Birmelin haben mit viel Aufwand und Liebe einige der verblüffendsten Aktionen im Pflanzenreich verfolgt. Sie haben in den Sumpfwäldern Borneos die gefräßigste Pflanze der Welt aufgespürt. In Mexico die aggressive Leibwache der Akazienbüsche erlebt. Auf Mallorca die betrügerischen Verführungskünste der Orchideen. Auf jeder Wiese spielen sich die unglaublichsten Dinge ab: Da gibt es brutale Wettrennen im Innern der Blüten; da explodieren Früchte; da heizen sich Blumen auf und machen Gefangene.

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Tulpenversuch

In dramatischen Bildern und Zeitrafferaufnahmen zeigen die Pflanzen ihr wahres Gesicht. So auch der Teufelszwirn, der sich fast wie ein Tier verhält: Die Kletterpflanze nimmt Witterung auf, windet sich ihrem Opfer entgegen und saugt es aus. Pflanzen leben in ihrer eigenen Welt, aber die ist aufregender und dramatischer, als wir ahnen. In der zweiten Folge beweisen die Pflanzen ihre kommunikativen Fähigkeiten. Sie senden und empfangen Botschaften. Sie belauschen sich gegenseitig. Und wenn sie nicht mehr weiter wissen, rufen sie Verbündete – über und unter der Erde.

Wer keine Zeit hatte, die Sendung im WDR FS zu schauen: Hier sind vier Teile aus Youtube, die “Wie die wilden Tiere” zeigen.

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Kluge Pflanzen (2) Blattgeflüster – Sendung am 14. September, 20.15h, WDR

Jahr für Jahr entdecken Wissenschaftler neue „Sprachbegabungen“ im Pflanzenreich. So etwa In der Wüstenlandschaft des US Bundesstaats Utah. Hier führt der Wilde Tabak den Kampf seines Lebens gegen gefräßige Feinde. Er setzt dabei auf hochwirksame Nervengifte, doch ohne seine Hilferufe nach Verbündeten wäre er verloren.

Spritzen im Wein

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Tabakpflanze

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Volker Arzt und sein Team verfolgen den dramatischen Kampf in der amerikanischen Wüste. In Mexico belauschen sie friedliche Limabohnen, die so friedlich nicht sind: Sie rufen „Bodentruppen“ und „Luftgeschwader“ herbei und installieren sogar ein eigenes Frühwarnsystem.

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Taubenschwänzchen

Das neue Bild der Pflanzen zeigt, dass sie alles andere als passive Wachstumsroboter sind. Sie setzen sogar elektrische Signale ein, um Nachrichten zwischen Blättern und Wurzeln auszutauschen – und das, obwohl sie keine Nerven haben. Und wie wir sprechen sie auf Betäubungsmittel an und lassen sich narkotisieren. Keine Frage, Pflanzen sind sensibel und aktiv. Mögen sie vielleicht auch Musik? Pflanzen leben in ihrer eigenen Welt, aber die ist aufregender und dramatischer als wir ahnen.

Viel Spaß beim Anschauen wünscht euch euer Charles

Zur Sendung im WDR: http://www.wdr.de/tv/abenteuererde/sendungsbeitraege/2010/0914/index.jsp

 

Wer keine Zeit hatte, die Sendung im WDR FS zu schauen: Hier sind vier Teile aus Youtube, die “Blattgeflüster” zeigen.

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

 

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Die Pflanze des Monats – die größte Beere der Welt

4. September 2010

Liebe Blumen und Pflanzenfreunde,

Hättet ihr das gewusst, dass der Kürbis die größte Beere der Welt ist?

Es ist tatsächlich wahr. Denn als Beeren bezeichnet man Früchte, deren meist zahlreiche Samen im Fruchtfleisch liegen. So wie es eben beim Kürbis der Fall ist – und bei seinen nahen Verwandten, den Gurken, Melonen, Tomaten, Johannis- und Stachelbeeren.

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Michael Lageder,  bekannt als Pionier der Kürbiszucht und der floristischen Gestaltung mit Kürbissen. mit dem Riesenkürbis C. maxima ‘Atlantic-Giant’. Dieser wog 252 kg und war bei der Landesgartenschau Bad Hall 2005 ausgestellt.

Man kann es trotzdem kaum glauben, sieht doch der Kürbis so gar nicht wie eine Beere aus. Manche Sorten können bei besonders guter Pflege bis zu 500 Kilogramm schwer werden. Doch auch 50 Kilo schwere Exemplare sind nicht ungewöhnlich. Dagegen gibt es dann auch Kürbisse, die kleiner als eine Birne sind, und manche Zierkürbisart wird nicht mal so groß wie ein Euro-Stück.

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clip_image002 Eigentlich kein Wunder, dass es so viele unterschiedliche Arten gibt, weltweit kennt man etwa 800, zählt doch der Kürbis zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Seine Bestandteile sind für den Menschen nicht nur bekömmlich, sondern sogar in höchstem Maße gesund.

 

Jetzt hat der Kürbis seinen großen Auftritt, deshalb wurde er auch zur Pflanze des Monats gekürt. Er ist in vielen Restaurants und Haushalten mit zahllosen Rezepten vorne auf dem Speiseplan, er ist das Augenmerk der „Halloween“ Maskerade und ist ebenfalls der Mittelpunkt für sehr schöne floristische Gestaltungen – für draußen und drinnen.

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Brigitte Heinrichs – Expertin für das dekoratives Gestalten mit Pflanzen- empfiehlt herbstliche Dekorationen

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Die komplette Empfehlung von Brigitte Heinrichs findet ihr im “Experten-Forum” in ihrem Blog “Zimmerpflanzen”
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Wurde euer Interesse für Floristik geweckt?
Dann kann ich euch das sehr schöne Lernbuch für Floristen von Brigitte Heinrichs und Jürgen Potthoff empfehlen:

„100 Florale Ideen“, erschienen in „Floral Design Edition“.

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Im “Experten-Forum” findet ihr Anwendungsbeispiele von Brigitte Heinrichs hierfür – bei der IPM 2010 

 

Herzlichst, euer Charles

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