Charles Blog

Der Blog für Pflanzenliebhaber

Waldhyazinthe ist die „Orchidee des Jahres 2011“

25. Oktober 2010

Sie mag es modrig und feucht, aber ihr Lebensraum wird immer knapper:

Die Zweiblättrige Waldhyazinthe ist die „Orchidee des Jahres 2011“.

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Die Zweiblättrige Waldhyazinthe ist von den Arbeitskreisen Heimische Orchideen in Deutschland zur “Orchidee des Jahres 2011″ ausgerufen worden.

dpa BAD LIEBENSTEIN/KöLN.

Mit den ungedüngten Wiesen schwinde der Lebensraum der eleganten, weiß blühenden Pflanze in ganz Deutschland, teilten die Arbeitskreise Heimische Orchideen (AHO) auf ihrer Jahrestagung in Bad Liebenstein (Thüringen) mit.

“Vor allem im Norden Deutschlands sind durch die Trockenlegung von Heiden, Mooren und Wiesen viele Orchideen-Biotope verschwunden”, erläuterte AHO-Sprecher Heinz Baum. Die zwischen 20 und 50 Zentimetern große Zweiblättrige Waldhyazinthe (Platanthera bifolia) gedeiht auch auf naturnahen Wiesen im deutschen Mittel- und Hochgebirge. Zu erkennen ist das seltene und sensible Gewächs an zwei eng zusammenstehenden Pollenpaketen und einem langen Sporn an jeder Blüte.

Dünger und Gülle schaden

Die bundesweit rund 2 500 Mitglieder der Arbeitskreise schützen die Standorte der sensiblen Gewächse, indem sie Wiesen mähen, Büsche entfernen und für eine extensive Landwirtschaft werben. Sie erfassen auch die Vorkommen der wilden Orchideen und beraten Behörden beispielsweise bei Straßenbauvorhaben. Vor allem Dünger und Gülle schaden laut AHO-Sprecherin Jutta Haas den anspruchsvollen Pflanzen.

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Die Zweiblättrige Waldhyazinthe sei auch für Laien gut zu erkennen, sagte Haas. Sie blüht im Juni und im Juli. Thüringen, Bayern, Baden- Württemberg sowie Rheinland-Pfalz und Hessen gehören zu ihren Hauptverbreitungsgebieten. Die Pflanze gilt in den meisten Bundesländern als gefährdet. Zu kaufen ist die Waldhyazinthe nicht, denn in Deutschland stehen Orchideen unter Naturschutz. Im gesamten Bundesgebiet gibt es mehr als verschiedene 60 Arten.

Die Orchidee des Jahres wird seit 1989 gewählt. In den vergangenen Jahren standen der Frauenschuh und das Männliche Knabenkraut im Fokus der Orchideenliebhaber. “Durch die Aktion möchten wir die Öffentlichkeit für den Schutz und Erhalt unserer Orchideen und deren Lebensräume sensibilisieren”, sagte Baum vom Arbeitskreis Nordrhein- Westfalen.

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Buchtipp zum Wochenende – “ Pflanzenschätze “

22. Oktober 2010

Liebe Pflanzenfreunde,

so wie es heute aussieht, werden wir wohl in vielen Teilen unseres Landes zum Wochenende “Schmuddelwetter” haben, das zum gemütlichen Sitzen am Kamin oder im Wintergarten einlädt. Und hierfür empfehle ich euch als spannende Lektüre das Buch “Pflanzenschätze”, eines der wohl spannendsten Bücher für Pflanzenfreunde.

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Pflanzenschätze:

Aus der Ferne in den Garten. Von leidenschaftlichen Sammlern, fernen Ländern und exotischen Pflanzen

von Carolyn Frey
Preis: 49,95 Euro
bei amazon.de

Rezension

Gäbe es einen Preis für das schönste und spannendste Buch für Pflanzenfreunde, wäre "Pflanzenschätze" von Carolyn Fry mein Favorit für den 1. Platz. Die Freude beginnt schon mit der hochwertigen Ausstattung des stabilen und wunderschön illustrierten Schubers. Die detailgetreue Zeichnung einer Königskerze verheißt nur Gutes. Und richtig: Der Leser wird nicht enttäuscht. Seite um Seite taucht man mehr ein in die Welten längst vergangene Zeiten. Die Autorin nimmt uns mit auf Entdeckungsreise ins alte Ägypten, nach Polynesien, nach Sri Lanka, Indien, in den Himalaya, ins frühe Amerika und überall dorthin, wo große Botaniker im 15. und 16. Jahrhundert florale Schätze und Gewürze suchten und fanden. Jede einzelne Seite ist überaus üppig geschmückt mit zauberhaften Illustrationen von Pflanzen und Gewürzen. Über 200 Nachdrucke, u. a. aus von The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens und nicht zu vergessen: Die wunderschönen Auszüge aus John Days Orchideen-Skizzenbuch.
Absolute Höhepunkte sind zahlreiche, ebenfalls illustrierte Kuverts, in denen faszinierende Faksimiles stecken. So wird der Leser tatsächlich zum Entdecker: Alte Handschriften, Zeichnungen gepresster Pflanzen aus alt-ehrwürdigen Herbarien, Auszüge aus Joseph Hookers Tagebuch seiner Tasmanienreise von 1841.
"Pflanzenschätze" zeigt überaus gekonnt, wie, wann und mit welcher Leidenschaft Pflanzensammler schon sehr früh fremde Länder bereisten und exotische Pflanzen und kostbare Gewürze zurück nach Europa brachten. Sie waren allesamt Wegbereiter für unsere heutige Vielfalt in Gärten, Küchen und Blumenläden. Carolyn Fry porträtiert das Leben der wichtigsten Pflanzenentdecker, stellt wichtige Herbarien und Archive und Pflanzensammler der heutigen Zeit vor.
Das Buch "Pflanzenschätze" sollte sich jeder gönnen, der Pflanzen und Blumen liebt. Der Preis ist mit 49.95 EUR mehr als angemessen.

Weitere Buch Beschreibungen und Rezensionen unter: http://www.amazon.de/Pflanzensch%C3%A4tze-leidenschaftlichen-Sammlern-exotischen-Pflanzen/dp/3766718533/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1287739603&sr=1-1

Ich wünsche euch ein spannendes Pflanzen Lektüre Wochenende!

Herzlichst, euer Charles

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Trend ungebrochen – Orchideen erobern unsere Herzen und unsere Wohnungen und was jetzt?

21. Oktober 2010

Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,

Orchideen erobern unsere Herzen und unsere Wohnungen. Dies setzt sich auch in 2010 ungebrochen fort. Für Orchideen finden wir immer neue Superlative, die unsere Liebe und Bewunderung für diese Pflanzen wiedergeben

- Wunder der Evolution

- Königin unter den Zimmerpflanzen

- Juwelen der Natur

- Die vollkommene Schönheit

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Deshalb ist auch nicht verwunderlich, dass die für dieses Jahr erstellte positive Verkaufszuwachsprognose von AMI (Agrarmarkt Informationsdienst) aufgrund der derzeitigen guten Konjunkturdaten und dem guten Konsumklima sicher noch deutlich übertroffen werden wird.

Orchideen sind ein Kassenschlager

Begünstigt werden die Wachstumswerte durch immer größere, schönere und Artenvielfalt reichere Orchideen Präsentationen in den Blumen- und Garten Fachmärkten, als „Fest für die Sinne“ und damit unwiderstehlich für Orchideen Liebhaber,

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.. aber im Besonderen auch durch die vielfältigen Aktionen mit Sonderpreisen in Gartenmärkten, bei Lebensmittel Ketten und bei Discountern, die sehr große Verkaufszahlen produzieren, aber auch für sinkende Durchschnittsverkaufspreise sorgen, so dass unter dem Strich ein deutlicher Mengenzuwachs bei weniger starkem Umsatz Zuwachs zu Buche stehen dürfte. image

 

In 2009 wurden in Deutschland ca. 400 Millionen Euro für blühende Orchideen Topfpflanzen ausgegeben.

Dies sind 32 Prozent am Markt für blühende Pflanzen > mit steigender Tendenz.

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Der AMI (Agrarmarkt Informationsdienst)ermittelte, dass eine Orchideen Topfpflanze im Durchschnitt 8,63 Euro kostete;somit wurden bei uns in 2009 ca. 45,6 Millionen Orchideen im Topf verkauft.

Hiermit hat in 2009 im Durchschnitt jeder deutsche Haushalt zwei blühende Orchideen gekauft.

 

Für 2010 und darüber hinaus wird mit weiter deutlichen Mengen- und Umsatz Zuwächsen bei Orchideen gerechnet, was für die Produktionsplanungen der Orchideen Züchter und Zuchtbetriebe eine große Herausforderung darstellt.

Für Orchideen gilt:

Klonen erlaubt und erwünscht!

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Foto: LOZ

„Klonen“ hat seit einigen Jahren durch fragwürdige Wissenschaften mit moralisch umstrittenen Verfahren (Schlagzeilen von Klonversuchen mit Schafen und Embryonen in der weltweiten Presse) eine negative Bedeutung bekommen und wird deshalb heute vielfach als Spott- und Schimpfwort missbraucht. Niemand möchte gerne das Gefühl haben, einer Täuschung zu erliegen.

Der Begriff Klonen (vom griechischen klon: Zweig, Schössling) bezeichnet die natürliche oder künstliche Entwicklung genetisch iden­tischer Zellen oder Organismen. Beim Klonen wird also eine Kopie eines Individuums her­gestellt, die genetisch zu 100 Prozent mit dem Original übereinstimmt.

Dass wir immer schon in einer Klon-Welt leben, ist uns dabei selten bewusst: Rings um uns grünen und gedeihen die Klone. Denn: Pflanzen sind Klonkünstler – bei Kulturpflanzen hat das Klonen eine lange Tradition.

Denn Pflanzen sind keine Individuen, im Gegenteil: Sie sind teilbar, wie jeder schon erfahren hat, der sich Ableger von einer Pflanze gemacht hat. 

Dabei entstehen genetisch identische Kopien der Mutterpflanze – Klone. Bei Orchideen nennt man dies die Meristemvermehrung, die Vermehrung der Pflanzen aus einer einzelnen Zelle (Meris­tem ist die Bezeichnung für die teilungsbe­reiten Zellen in den Sprossspitzen) oder In­Vitro-Kultur (im Glas).

image Orchideen in Glas Vermehrung

Dass wir in 2010 in der Lage sind, ca. 50 Millionen blühende Orchideen Topfpflanzen verkaufen zu können, verdanken wir dem industriellen Klonen von Orchideen, das seit 1960 besteht. Erst hierdurch konnte aus einer Pflanze für „betuchte“ Menschen, eine bezahlbare Pflanze für jeden werden und damit auch ein immenser Markt entstehen.

Diese Entwicklung hängt mit zwei Fortschritten zusammen. Zunächst hat man gelernt, dass die Orchideen Samen einen Pilz benötigen, um auszukeimen. Danach ist es im Labor gelungen, aus einigen wenigen Zellen wieder komplette Pflanzen zu regenerieren.

Der Vorteil: Man erhält hierbei eine Vielzahl identischer Pflanzen. Sie gleichen der Mutterpflanze. Von dieser werden Gewebestückchen entnommen, die dann im Labor geteilt werden. Aus jeder Zelle entsteht eine neue Pflanze und so können in einem Orchideen Zuchtbetrieb im Jahr durchaus Hundert Tausend Hybriden Pflanzen entstehen.

Auf diese Art werden große Mengen an identischen Orchideen erzeugt, die als Schnittblumen und als Topfpflanzen in Gärtnereien, Baumärkten,Gartencentern und im Pflanzen Versandhandel erhältlich sind. Durch diese riesige Anzahl sind meristemvermehrte Orchideen relativ preiswert geworden.

Mitunter ist das Klonen aber auch die einzige Möglichkeit, seltene Orchideen zu vermehren. So entstehen zum Beispiel aus einer prämierten und damit wertvollen einzigartigen Pflanze viele tausend identische Nachkommen, die den gleichen Namen wie die Mutterpflanze tragen dürfen.

Brauchen Orchideen noch Sex zur Vermehrung?

Pflanzen müssen nicht auf Sex zurückgreifen, um sich zu vermehren. Auch ohne Zutun eines Gärtners bilden Pflanzen häufig genetisch identische Kopien von sich selbst, was man als vegetative Vermehrung bezeichnet.

Orchidee_Charle B Foto: Seramis

Wenn aber die Vermehrung durch Klonen so erfolgreich ist, warum gibt es dann überhaupt noch Sexualität bei Pflanzen, bilden sich Blüten, Samen und Früchte? Pflanzen in der Natur können nur mit Hilfe von Sexualität ihr Erbgut durchmischen oder größere Entfernungen mit Hilfe von Insekten und Vögeln überwinden. Sexualität sichert ihnen neue Eigenschaften und Resistenz gegen Krankheitserreger.

Orchideen Bestäubung

Orchideen sind hierbei sehr kreativ und haben viele Tricks auf Lager, um Insekten als Pollenkuriere zu gewinnen und damit ihren Fortbestand zu sichern. Einige Orchideen haben Ähnlichkeit mit Weibchen von Bienen und Wespen und verführen hierdurch liebesbereite Insektenmännchen zum Sex und nehmen hierbei Pollen auf, die diese bei der nächsten Blüte wieder abstreifen und somit eine Bestäubung erreichen. Andere (z.B. das kleine Knabenkraut) locken mit verführerischem Parfümduft und überlisten Bienen auf der Suche hiernach in ihren Blütenkelch zu fallen und ihre Pollen aufzunehmen.

So hat neben der industriellen Vermehrung, auch die natürliche Orchideen Vermehrung eine wichtige Bedeutung.

Ein neuer Trend beunruhigt die Naturschützer und fordert die Orchideen Zuchtbetriebe –

Der Wunsch nach Freiland-Orchideen (Erdorchideen) Haltung

In Europa erfreuen sich zwei Erdorchideen-Arten der Gattungen Dactylorhiza (Kanabenkräuter) und Cypripendium (Frauenschuh) sehr großer Beliebtheit. Um ihre und andere Vorkommen zu schützen, gibt es seit 1989 in Deutschland “Arbeitskreise Heimische Orchideen”  (AHO), die gemeinsam jährlich eine Orchidee des Jahres küren. Für 2010 ist dies der “Europäische Frauenschuh” [Cypripedium calceolus L.], der zweifellos zu den attraktivsten Orchideen in Deutschland gehört.

Frauenschuh am Tegernsee Frauenschuh Orchideen bei Kreuth am Tegernsee


Nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU ist “Cypripedium calceolus L” europaweit geschützt. Deutschland gehört zu den Hauptverbreitungsgebieten und hat damit eine besondere Verantwortung für dessen Erhaltung. Als Pflanze mit besonderen Lebensraumansprüchen wird der Frauenschuh häufig als Symbol für gefährdete Natur und die Notwendigkeit von Arten- und Biotopschutz herangezogen. In allen Bundesländern, in denen er vorkommt, steht er auf der Roten Liste und ist meist als stark gefährdet eingestuft.

Trotz dieses Schutzes und der Betreuung durch die AHO ist die Populationen sehr gefährdet, durch illegale Ausgrabungen sogenannter “Orchideen Liebhaber”, die diese für ihren eigenen Garten haben möchten, aber auch durch Naturfreunde, die beim Fotografieren die kaum sichtbaren Jungpflanzen beschädigen oder zertreten, weiterhin auch durch die Abnahme des natürlichen Lebensraums durch die Aufgabe traditioneller Waldnutzungsformen.

imageFoto: Bock Bio Science

Es besteht heute ein großer Wunsch nach eigener Erdorchideenhaltung bei Orchideen Liebhabern. Gartenfachmärkte möchten diese im großen Maße in ihrem Sortiment anbieten. Hiermit kann auch verhindert werden, dass Orchideen heimlich in der Natur geräubert werden. Das Problem war, Frauenschuh Orchideen kann man nicht wie Hybriden, sondern nur auf natürlichem Wege vermehren. Dies ist eine komplizierte, langwierige Prozedur für Pflanzenzüchter, auch mit hohen Ausfallverlusten.

imageDurch von der EU und dem Bundesministerium geförderten Forschungsprojekten mit Universitäten ist es zwischenzeitlich gelungen, Frauenschuh Orchideen mit Labortechniken zu klonen und damit als Zierpflanzen für den Garten zu bekommen. Die Basis für eine Massenvermehrung ist geschaffen und damit auch für attraktive Verkaufspreise.

Viele Orchideen Zuchtbetriebe planen oder erzielen bereits sehr große Aufzucht Erfolge, die bis in Hunderttausende Neupflanzen gehen. Die Presse nimmt auch gerne dieses Thema auf, betrifft es doch fast jeden Deutschen als Pflanzen Liebhaber. So betiteln die Stuttgarter Nachrichten am 23.09.2010 einen Artikel “Des Züchters grenzenlose Lust an der Fortpflanzung” über Paul Pfinder, der von sich sagt, er mache Sex im Garten und rechnet dabei mit etwa 250.000 Nachkömmlingen im Jahr.

Diesen und einige andere Artikel zur komplizierten Vermehrung in Pflanzenlabors und den Erfolgen hierbei findet ihr unter:

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.des-zuechters-grenzenlose-lust-an-der-fortpflanzung.b32e6d5c-f8ff-4ed6-b969-889994fcf51e.html

http://www.cypripedium.de/Deutsch/deutsch.html

http://www.biotechnologie.de/BIO/Navigation/DE/Foerderung/foerderbeispiele,did=109226.html

www.bockbioscience.com

http://www.pressedienst.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen183.c.2879.deSchulen

Somit hat sich wohl auch die Frage beantwortet: Wer singt das Lied von Max Raabe “Klonen – kann sich lohnen” mit. Bei den rosigen Wachstumsaussichten sicher viele Orchideen Zuchtbetriebe und der Pflanzenhandel. Gut so!!

 

Das Thema Orchideen Vermehrung ist auch für Pädagogen interessant – Schulen greifen das Thema Naturschutz für Orchideen auf. Beispiel:  “Schülerinnen klonen Orchideen”

Schülerinnen der “Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft, Ursprung” bei Salzburg entwickelten in einer Projektarbeit eine ungewöhnliche Methode, um zur Erhaltung der Artenvielfalt bei heimischen Orchideen beizutragen. Mit Unterstützung von Experten vermehrten sie im schuleigenen Labor die bedrohte Frauenschuh Erdorchidee mit modernsten biotechnologischen Techniken. In Zell- und Gewebekulturen entstanden dabei aus wenigen einzelnen Zellen und Pflanzenteilen eine unbegrenzte Zahl von neuen Pflänzchen.

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Dieses Projekt hatte, neben den sehr guten Ergebnissen, auch einen hohen pädagogischen Wert, da die Eigenverantwortung und das Teamverhalten der Schülerinnen stark gefördert wurde. Das komplette Projekt kann angeschaut werden unter: http://www.ursprung.at/ursprung/projekte_extern/orchideen/laborprotokoll.html 

Das Projekt Video zeigt, wie wissenschaftlich die Schüler hierbei vorgehen:

http://www.facebook.com/video/video.php?v=168090009881913&ref=mf

Ich hoffe, liebe Orchideen Freunde, dass mit den neuen Massenvermehrungstechniken für Orchideen, alle eure Wünsche nach einer neuen wunderbaren Orchideen Schönheit – sei es für die Wohnung oder winterhart für den Garten – erfüllt werden können und uns die Schönheiten in der Natur erhalten bleiben. Wie in dieser Diaschau sehr schön dargestellt

 

Herzlichst, euer Charles

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Brauchen wir Pflanzen im Büro?

10. Oktober 2010

Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,

im Herbst, wo es kühl, feucht und windig ist und wir nicht mehr so oft, wie im Sommer, Sauerstoff an der frischen Luft tanken (es sei denn, ihr habt einen Hund und müsst täglich mehrmals Gassi gehen), drohen vermehrt Erkältungskrankheiten. Diesen entgegen zu wirken ist möglich, indem man ein natürliches Raumklima zu Hause hat. Zimmerpflanzen haben für eine saubere Wohnraum Luft eine große Bedeutung.

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Aber wie sieht es in unserem Arbeitsalltag aus?

Aktuelle Zahlen belegen, dass etwa 17 Millionen Deutsche ihren Arbeitsplatz in einem Büro haben. Auf die Gesamtzahl der Erwerbstätigen gerechnet, entspricht das 41,6 Prozent – Tendenz steigend. Allerdings belegen neue Studien ebenfalls, dass 29 Prozent dieser Arbeitsplätze, also die Büros von immerhin rund fünf Millionen Beschäftigten, teilweise signifikante Mängel aufweisen.

 

image http://www.youtube.com/watch?v=k-WIhiAKK1w Der Film “Licht auf Grün” zeigt sehr anschaulich die Problematik und die  Anforderungen an eine richtige, menschliche Bürogestaltung heute

 

Arbeitsplätze im Büro sollen laut der “Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)“ sicher, gesund und wettbewerbsfähig sein. Bei der Umsetzung dieser Forderung wird oft zuerst an das gedacht, was der Büromöbelmarkt anbietet. Ergonomisch geformte Bürostühle mit ultra neuen Sitzsystemen für das dynamische Sitzen, effizienzsteigernde Multifunktionsschreibtische für die Bildschirmarbeit im Stehen und vieles mehr, was das Herz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begehren soll. Doch ist das wirklich so?

 

Wunsch nach Wohlfühlen 

imageFoto: BMW Group 

Der Mensch im Büro, so hat eine Untersuchung der INQA ergeben, möchte sich an seinem Arbeitsplatz einfach wohlfühlen, und er möchte ein Mitspracherecht bei der Gestaltung dieses Arbeitsplatzes haben.
Tatsächlich aber kommt der “Faktor Mensch“ in den hochtechnisierten Büros oftmals zu kurz. Weniger Sterilität und dafür mehr Natur in den Büros würde in vielerlei Hinsicht helfen.

 

Problem:

So sind beispielsweise im Herbst und Winter Erkältungskrankheiten der Hauptgrund für Fehlzeiten am Arbeitsplatz. Die Ursache dafür sind häufig Heizungen und Klimaanlagen, die den Idealwert einer 40 bis 60-prozentigen Luftfeuchte auf unter 30 Prozent sinken lassen. Mit der viel zu trockenen Atemluft in den Büros steigt dann die Anfälligkeit für Atemwegserkrankungen

Lösung:

Raumbegrünung

Grünpflanzen sind ideale Luftbefeuchter und können schnell und nachhaltig für Abhilfe sorgen. Darüber hinaus reduzieren sie die Staubbelastung und filtern Schadstoffe aus der Luft. Die feuchtere Raumluft ist nicht nur gesünder für die Atemwege, sie wird von den Menschen auch als wärmer empfunden.

 

Büros tendieren zu trockener Luft und Schadstoffbelastungen. Robuste, Schadstoff sorbierende große Pflanzen wirken dem entgegen, wie zum Beispiel:

 

Drachenbaum (Dracaena, Drazäne)

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Schefflera (Brassaia)

 

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Baumfreund (Philodendron

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Zimmeraralie (Fatsia japonica)

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Birkenfeige (Ficus benjamina)

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Je mehr Blätter die Pflanze hat, umso mehr Formaldehyd kann sie während des Tages über die Spaltöffnungen aufnehmen.

Anthurie

ist die optimale Büropflanze

Kriterien an eine optimale Büropflanze:

> wenig Pflegeaufwand
> hübsch aussehen
> üppiges Grün und ansprechende Blüten 
> nicht empfindlich sein 
> Zugluft schadlos aushalten können
> zur Verbesserung der Raumluft beitragen

 

Die Anthurie, auch als Flamingopflanze bekannt, erfüllt alle diese Wünsche

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Die Anthurie ( Anthurium-Scherzerianum-Hybriden ) 

ist die Büropflanze 2010

“In den Niederlanden gibt es seit ein paar Jahren die „Büropflanze des Jahres“. In diesem Jahr wurde die Anthurie zur  Büropflanze 2010 gewählt.

Die Entscheidung wurde von einer Fachjury getroffen, die unter anderem mit Vertretern des nationalen niederländischen Gesundheitsinstituts, dem Forschungsinstitut Fytagoras Plant Science und dem Sekretärinnenbund besetzt war.

Die Jury hat sich für die Anthurie entschieden, weil sie mit ihrem frischen Grün und den farbenprächtigen Blüten einen hohen dekorativen Wert hat und damit wesentlich zum Wohlbefinden im Büro beiträgt. Es gibt Anthurien mit orangefarbenen, roten, rosa, weißen, grünen, braunen, zweifarbigen oder sogar gesprenkelten Blüten. Außerdem besitzt die Pflanze luftreinigende Eigenschaften und trägt damit zum besseren Büroklima bei.

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Im Zusammenhang mit der Wahl der Anthurie zur Büropflanze des Jahres erinnert das unabhängige niederländische Forschungsinstitut TNO daran, dass je zwölf Quadratmeter Bürofläche mindestens zwei Pflanzen stehen sollten. Das Institut stützt sich dabei auf Untersuchungen, die nachgewiesen haben, dass Mitarbeiter an Bildschirmarbeitsplätzen deutlich produktiver arbeiten, wenn sie von Pflanzen umgeben sind. Außerdem fühlen sich Mitarbeiter in begrünten Büros wohler und sind somit motivierter und generell leistungsfähiger.” *)

Liebe Pflanzenfreunde, wie sieht es mit Blumen in euren Büros aus? Müsst ihr jetzt ein Gespräch mit eurem Chef führen? Ich wünsche euch hierbei viel Erfolg. Argumente habt ihr ja genug, denn nur ein gesunder Mensch, der sich auch im Büro wohlfühlt, ist ein guter, engagierter Mitarbeiter.

Herzlichst, euer Charles

*)Quelle: http://pflanzen-fuer-menschen.de/?s=B%C3%BCropflanze+2010

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