Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,
Orchideen erobern unsere Herzen und unsere Wohnzimmer und dort stehen sie nicht mehr vereinzelt, sondern oftmals in Gruppen von vielfältigen Arten und erfreuen uns. Denn Orchideen lieben es, in einer großen Gemeinschaft zu stehen.
Die komplexe, langwierige Aufzucht von Orchideen und deren außergewöhnliche Fähigkeiten, um die eigene Vermehrung abzusichern, ist Inhalt der Dokumentation
“Die geheimen Tricks der Orchideen”
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Sexuelle Täuschung durch Duft, Farbe und Maskerade. Wie Orchideen ihre Bestäuber in die Irre führen. Orchideenzüchter. Zwei Brüder übernehmen die Rolle des Bestäubers und spielen mit Formen und Farben. Schmuck für Europas Wohnstuben. In Holland werden Millionen der Mode-Orchidee Phalaenopsis produziert. Sie duften nach Zimt und Vanille, aber auch nach Aas und Algen. Der Duftforscher Roman Kaiser entschlüsselt Orchideendüfte. Verborgen, gefährdet und neu angesiedelt. |
Ich habe mir das Video angeschaut und kann es allen Orchideen Freunden empfehlen. Es gibt uns schöne Einblicke in die Aufzucht und das geheimnisvolle Leben der Orchideen. Nachfolgend einige Passagen aus dem Video, vorgetragen von verschiedenen Experten. Ich möchte hiermit euer Interesse für dieses Thema und dieses Video wecken.
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Orchideen werden immer beliebter. Der Verkauf in Europa hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. |
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Wenn Sie sich in den Urwald versetzen wo die Orchidee auf einem Baum wächst, da regnet es zum Teil wirklich wie aus Kübeln, aber das Wasser, das zu viel ist, läuft wieder ab. Und das ist eigentlich das, was wir den Leuten immer wieder empfehlen. Versuchen Sie, die Natur nachzumachen. Das heißt, wenn ich eine Orchidee erfolgreich pflegen will, braucht die eigentlich recht viel Wasser, aber sie darf nie Staunässe haben
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Hans und Roland Hassinger in einem Meer von Masdevallien |
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Für die Züchtung von solch traumhaft schönen Orchideen braucht man viel Erfahrung.
In der Natur werden die Orchideen meistens von Insekten oder Vögeln bestäubt, in seltenen Fällen durch Selbstbestäubung. Der Züchter tut das von Hand mit einem Holzstäbchen. |
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Hans Hassinger wählt zwei Pflanzen für eine Kreuzung.
Die beiden Blüten werden übers Kreuz bestäubt.
Diese Orchideen sind eingeschlechtliche Pflanzen. Pollen und Stempel befinden sich nahe beieinander
Das Züchten einer Orchidee dauert viele Jahre. Nur die besten Pflanzen werden ausgewählt
Hinter einer Züchtung steckt auch immer eine Idee
Die eine Pflanze hatte sehr viele schöne Blüten, kleine Blüten, aber sehr viele. Ich habe die gekreuzt mit einer großblumigen, um eine größere Blüte hinzukriegen.
Wenn die Orchidee bestäubt ist, welkt die Blüte sofort, und die Pflanze steckt ihr ganzes Wachstum in die Samenkapsel.
Die Wiege der europäischen Orchideenzucht liegt in England. Die britischen Kolonien in tropischen Ländern gaben dem englischen Adel die Möglichkeit, die damals sehr teuren Orchideen zu sammeln. Das war der Grundstock der Sammlung von Royal Kew Gardens, dem königlichen botanischen Garten.
Das historische Herbarium von Royal Kew Gardens ist eines der ältesten, schönsten und mit sieben Millionen gepressten Pflanzen das Größte der Welt.
Dank dem ehemaligen Direktor Joseph Hooker besitzt Kew auch eine Pflanze von Charles Darwin.
Darwin war fasziniert von den Orchideen. Als er sein Werk „Die Entstehung der Arten“ schrieb, beschäftigte er sich zur Zerstreuung mit der Bestäubung von Orchideen. Hooker schickte ihm tropische Orchideen aus Kew und Darwin spekulierte über die Mechanismen ihrer Bestäubung, zum Beispiel bei einer Orchidee aus Madagaskar mit einem langen Nektarsporn. Er vermutete, dass sie von einem Falter mit einem langen Saugrüssel bestäubt werde.
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Der Falter wurde dann Jahrzehnte später tatsächlich gefunden und bekam den Beinamen praedicta, weil Darwin ihn vorausgesagt hatte. Der Falter ist tatsächlich der Bestäuber dieser Orchidee. |
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Das ist der Stern von Madagaskar Das Spektakulärste, was man unter den Orchideen sehen kann. Er riecht nur während der Nacht |
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Der Duftforscher Roman Kaiser hat den Duft von vielen Orchideen rekonstruiert
Da wird es ja ganz duftend, mit dieser Phalaenopsis,das ist geradezu ein Symbol für Orchideen. Ganz typischer, rosenartiger Duft, erinnert ein bisschen an Rosa centifolia zusätzlich mit zimtartigen Noten |
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Das ist ein eher verhaltener, grüner, mariner, etwas algenartiger Duft. |
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Die geheimen Tricks der Orchideen
Diese Orchidee imitiert mit ihrer speziell geformten Lippe den Hut von Ständerpilzen und produziert sogar den Duft von Ständerpilzen, um weibliche Pilzmücken anzulocken, die damit getäuscht werden und ihre Eier auf diesem vermeintlichen Hut ablegen, um die Nachkommenschaft mit Nahrung zu versehen.
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Eine Bulbophyllum lobbii!
Bei der ist speziell, wenn man schaut, dass die Lippe ganz beweglich ist. Wenn ein Insekt draufsitzt, dann klappt das darüber, dann wird die Distanz zum Pollinium kleiner und drückt das Insekt an die Geschlechtsorgane der Blüte.
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Orchideen duften nur dann, wenn der Bestäuber unterwegs ist. Der Reichtum an Formen, Farben und Düften ist Erotik pur. Hintergedanke ist allein die Fortpflanzung.
Am Botanischen Institut der Universität Zürich werden die sexuellen Täuschungsmanöver der Orchideen untersucht.
Der Evolutionsbiologe Florian Schiestl arbeitet mit Bienen. Sie sind extrem lernfähig, was Farben und Düfte betrifft.
Das Experiment soll zeigen, wie die Bestäuber auf Signale wie Farben und Duftstoffe reagieren und wie sie lernen, Signale zu bevorzugen.
Orchideen als eine der artenreichsten Pflanzengruppe sind aufschlussreich für die Entwicklung der Evolution. Sie haben viele Tricks entwickelt, um Bestäuber anzulocken.
Die Orchideen haben sehr viele Täuschmechanismen erfunden, sie haben zum Beispiel einen einfachen Nahrungstäuschmechanismus erfunden , das heißt, sie gaukeln einem Bestäuber Signale vor, die er normalerweise mit Futter assoziiert, es gibt aber kein Futter auf den Blüten. Das sind sogenannte Nahrungstäuschblumen.
Es gibt aber Blumen, die gehen noch einen Schritt weiter, die produzieren Signale, die mit dem Paarungsverhalten der Bestäuber assoziiert werden, das hei0t, sie produzieren ein Sexpheromon, einen Duftstoff, der ein attraktives Weibchen vortäuscht, der die Männchen zu den Blüten lockt und die Männchen meinen, die Blüte sei ein Weibchen, versuchen sich mit der Blüte zu paaren und nehmen so den Pollen auf. Das hat auch die Konsequenz, dass die Bestäuberbienen die Evolution dieser Orchideen in eine gewisse Richtung drängen können.
Wir haben zum Beispiel zeigen können, dass die Bienenmännchen eine Präferenz haben für Weibchen, die leicht unterschiedlich von ihren eigenen Weibchen duften, es gibt also eine Präferenz für leicht unterschiedliche Duftstoffe, und das wirkt sich auf die Pflanzen aus, weil sie immer möglichst attraktiv sein wollen für die Bestäubermännchen, und dadurch wird die Evolution des Duftes in die Richtung gedrängt. dass sie leicht unterschiedlich von den Bienenweibchen duften.
Die in diesen wenigen Video Ausschnitten dargestellten, einzigartigen Fähigkeiten der Orchideen, sind faszinierend und fesselnd. Die hier gezeigten Bild Sequenzen können die spannende Film Doku nur andeuten. Weiter geht es in der Dokumentation mit den in der Schweiz einheimischen Orchideenarten, deren Gefährdung und den Maßnahmen zu ihrem Schutz. Hierüber werde ich euch als nächstes zusammenfassend berichten.
Alle Informationen zu dem Video “Die geheimen Tricks der Orchideen” findet ihr unter: http://www.nzzformat.ch/109+M516696799a5.html
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
Herzlichst, euer Charles