Bergpalmen (Chamaedorea) – schön und unverwüstlich!
17. März 2012
Liebe Pflanzenfreunde,
gibt es eine Zimmerpflanze, die uns fast nichts übel nimmt – ob sie nun mal zu viel oder zu wenig Wasser bekommen hat?
Ja, die gibt es, es handelt sich um die Bergpalmen (Chamaedorea), die wegen der leichten Anzucht und der unproblematischen Haltung die meistverkaufte Zimmerpalmen überhaupt wurden. Man sagt, wer diese unkomplizierte Palme zum Absterben bringt, sollte in Zukunft künstliche Pflanzen kaufen.
Junge Blütenstände von Chamaedorea alternans |
Woher kommt die Bergpalme?
Die Chamaedorea elegans, auch Bergpalme genannt, ist eine Fiederpalme, deren Heimat Zentralamerika ist. Sie wächst in Bergwäldern als Unterholzpflanze und erreicht eine Höhe von bis zu 5 m und besitzt einen glatten, grünen Stamm. Die Wedel sind mit vielen dunkelgrünen Fiederblättchen versehen, die der Länge nach andeutungsweise leicht eingerollt aussehen.Die Bergpalme blüht schon in jungen Jahren und bildet dann Rispen mit cremefarbenen bis gelben kugelförmigen Blüten aus.
Die Bergpalme ist eine pflegeleichte Zimmerpflanze
Dies nicht zuletzt deshalb, weil sie selbst sehr kalkiges Wasser und einen kurzfristig überschwemmten Wurzelballen schadlos verträgt, andererseits auch bei relativ wenig Wasser nicht gleich eingeht (dann aber trocknen die Blätter nach und nach von der Spitze her ein).
Gut geeignet ist Tongranulat oder Hydrokultur, da diese Palme sehr robust und in Bezug auf Wasser kein Kostverächter ist. Allerdings muss sie bei Hydrokultur von Anfang an hierin gezogen worden sein; späteres Umstellen geht wegen der empfindlichen Wurzeln meist schief.
Chamaedorea / Bergpalme: Tipps und Tricks
Ein Beitrag von Melanie Schellack
In fast jedem Haushalt findet man die kleinen und pflegeleichten Palmen, die nicht nur einen halbschattigen Standort bevorzugen sondern auch durch ihr geringes Wachstum in kleinen und nicht so hellen Wohnungen einen Platz finden.
Wenn es im Topf eng wird
Die Bergpalmen sind eigentlich Solitärpalmen, sie bilden zwar im Alter Ausläufer, benötigen aber – wie fast alle Palmenarten – genügend Platz um wachsen zu können. Die im Handel erhältlichen „Tuffs“ bestehen meistens aus mehreren Pflanzen, die aus Samen gekeimt sind.
Irgendwann bedrängen die Pflanzen sich gegenseitig im Topf und die Schwächsten gehen ein. Teilen ist nur möglich, wenn die Pflanzen noch nicht zu stark verwurzelt sind.
Mein Tipp: Wenn die Palmen mehr als 2 Wedel gebildet haben, dann erhöht sich die Gefahr, dass die Pflanzen das Teilen nicht mehr unbeschadet überstehen.
Silbrige Bergpalme
Die Pälmchen auf dem Foto hatten nur einen Wedel und waren unten noch nicht zu stark ineinander verwachsen.
Silbrige Bergpalme/Chamaedorea metallica
Diese in Südmexico beheimatete und mit etwa einem Meter Stammhöhe kleinbleibende Art besitzt einen dunkelgrünen, geringelten Stamm. Die an dünnen Stielen sitzenden ungeteilten Blätter sind V-förmig und vor allem an der Unterseite metallisch glänzend.
Tipp: Wenn die Bergpalme blüht, könnt ihr sie ziemlich einfach und zuverlässig dazu bringen, Früchte anzusetzen. Streift dazu während der gesamten Blühdauer möglichst mehrfach am Tag mit einem feinen Pinsel über die Blüten mehrerer Pflanzen. Bergpalmen sind getrenntgeschlechtlich. Aber weil sie fast immer als Tuff verkauft werden (= mehrere Pflanzen in einem Topf), ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie männliche und weibliche Pflanzen besitzen. Wenn ihr erfolgreich wart, entwickeln sich in einigen Wochen grüne Samen, die schwarz werden, wenn sie reif sind. Geerntet wird dann, wenn die ersten Früchte von selbst abfallen.
Die Bergpalme auf dem Foto hat sich freiwillig angeboten und wollte eine Bonsaipalme* werden. Eigentlich war es mehr ein Versuch, ob und wie lange sie mit Seramis in dem Topf wächst, aber nach über einem halben Jahr und einem neuen Wedel kann man wohl sagen: es gefällt ihr!
Fotos: M. Schellack
Retten Sie die Hawaii Palme vor dem Aussterben!
Eine Aktion der Gärtnerei Poetschke.
Vor einigen Jahren entdeckte man, dass es von dieser auf Hawaii lebenden Pflanze nur noch 7 wildwachsende Exemplare gibt. Da das bestäubende Insekt ausgestorben ist, kann sich die Palme nicht mehr natürlich vermehren. Seither werden die Pflanzen weltweit gezüchtet und verkauft – und mit dem Erlös ein umfangreiches Rettungsprogramm finanziert. Sichern Sie sich solch eine einzigartige Pflanze und schmücken Sie Ihr Zuhause mit einem dieser seltenen Exemplare.
Ich finde, es viele gute Gründe, eine Bergpalme und Hawaiipalme als Zimmerpflanze zuhause zu halten.
Ein Dank geht an Melanie Schellack, für den Beitrag und die schönen Bilder! Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.
Herzlichst, euer Charles
Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Bergpalmen / http://www.palmeninfo.de/palmenarten/chamaedorea.htm / http://www.poetschke.de/orbiz/DigiTrade/_/419bc4ca948c669e94fce80de8bb3473/Zimmerpflanzen-Hawaii-Palme-mit-Keramik-Topf–1311d1a127652.html?wkzID=9&et_cid=117&et_lid=172685

