| Platz 3: Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)
Ursprung/Systematik
In seiner mexikanischen Heimat nennt man ihn „Blume der Heiligen Nacht“, in Frankreich „Liebesstern“. Bei uns ist diese Volkspflanze aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphoriaceae) als Weihnachtsstern bekannt und beliebt. Entdeckt wurde sie vor ca. 200 Jahren von Joel Poinsett, daher auch die Bezeichnung Poinsettien. Vor ca. 100 Jahren kam der Weihnachtsstern nach Europa und erhielt dort seinen offiziellen botanischen Namen, der übersetzt „Allerschönste der Euphorbien“ bedeutet.
Erscheinungsbild
Während Weihnachtssterne im tropischen Freiland meterhoch werden können, werden bei uns in der Regel kleinere Exemplare bis ca. 40 cm angeboten. Aber auch Mini- oder Midi-Formate und üppige Hochstämmchen erobern zunehmend den Markt. Die wunderschönen „Blüten“, die je nach Sorte rot, pink, rosa, weiß, orange, gesprenkelt oder weiß-umrahmt ins Auge fallen, sind in Wirklichkeit die Hochblätter (Brakteen) der Pflanze. Die eigentlichen Blüten sind klein und unauffällig. Neu sind so genannte Curly-Weihnachtssterne, die an Rosen erinnern.
Standort
Weihnachtssterne stehen gerne hell, mögen aber keine direkte Sonne und keine Zugluft. Die Temperatur sollte ganzjährig zwischen 18 und 22 º C liegen. Draußen brauchen sie einen geschützten Platz. Pflege In der Wachstumszeit wird reichlich gegossen, aber erst, wenn die Erde fast trocken ist, da die Pflanze keine Staunässe verträgt. Ideal ist das Gießen über den Untersetzer oder durch Eintauchen in lauwarmes Wasser. Während der Blüte- und Ruhephase wird nicht gedüngt, danach ca. einmal pro Woche.
Besonderheiten
Bei richtiger Pflege müssen Weihnachtssterne keineswegs nach dem Fest entsorgt werden, sondern blühen bis zum Frühjahr. Dann wird bis auf wenige Triebe ausgelichtet und auf ca. 15 cm zurückgeschnitten. Nach dem Übersommern auf dem Balkon oder im Garten braucht die „Kurztagspflanze“ eine besondere Behandlung, damit sich wieder farbige Hochblätter bilden. Dazu erhält sie ab Mitte Oktober bei Zimmertemperatur (ca. 20 º C) eine zweimonatige Ruhephase mit maximal 10 bis 12 Stunden Licht am Tag. Das kann zum Beispiel durch das Überstülpen eines Kartons erreicht werden.
Platz 4: Hortensie (Hydrangea)
Herkunft/Systematik
Die „Wasserschlürferin“ kam vor über 200 Jahren aus Japan nach England. In ihrer Heimat bildet sie bis zu 4 m hohe Sträucher. Von den etwa 90 Arten, die zu den Hydrangeaceae gehören – eine Gruppe, die von den Steinbrechgewächsen (Saxifragaceae) abgespalten wurde – ist für die Zimmerkultur nur Hydrangea macrophylla geeignet, auch Bauernhortensie genannt.
Erscheinungsbild
Ihre dicken Blütenbälle von 15 bis 20 cm Größe machen die Hortensie unverwechselbar. Aber auch tellerförmige Blüten gibt es heute. In Weiß, Hell- und Dunkelrosa, Karminrot und Blau leuchten sie mehrere Wochen lang aus den satt-grünen Blättern hervor. Neben den klassischen Büschen in unterschiedlicher Größe gibt es auch Ampeln, Hochstämmchen oder Pyramiden.
Problematik
Hortensien sind eigentlich klassische Kübelpflanzen, die im Sommer draußen stehen und vor dem ersten Frost zum Überwintern ins Haus geholt werden. Unter günstigen Bedingungen überdauern Hortensien jahrzehntelang als große Büsche im Freien. Kleinere Exemplare eignen sich gut als Zimmerpflanze. Ein Dauergast in der Wohnung sind sie jedoch nicht, da die Blüte nur vorübergehend ist und Hortensien über den Winter ihr Laub abwerfen.
Standort
Blühend erworbene Hortensien kommen eine zeitlang mit Zimmertemperatur klar, die Blüten halten sich jedoch bei 10 bis 15 º C deutlich länger als bei wärmeren Temperaturen. Am besten stellt man die Pflanze an einen kühlen, luftigen und halbschattigen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Pflege
Wie ihr botanischer Name verrät, sind Hortensien sehr durstig und brauchen von Frühjahr bis Herbst ein- bis zweimal täglich zimmerwarmes, weiches Wasser. Der Ballen sollte nie austrocknen, sonst macht die Pflanze schnell schlapp. Gedüngt wird mit kalkarmem Spezialdünger. Nach der Blüte schneidet man alles Verblühte ab und kann die Hortensie an einer geschützten Stelle im Halbschatten auspflanzen. Da Hortensien bedingt winterhart sind, überstehen sie milde Winter im Freien gut.
Besonderheiten
Von Natur aus blühen Hortensien eigentlich nicht Blau. Die blaue Farbe ist auf eine sehr saure Reaktion des Substrats zurückzuführen: statt einem pH-Wert von 5,5 bis 6 brauchen blaue Hortensien einen pH-Wert von 4,2 bis 4,7. Den erzielen Züchter zum Beispiel durch Verwendung von Aluminiumsulfat. Wird eine blaue Hortensie ausgepflanzt, behält sie ihre Farbe nur, wenn dem Boden spezielles Hortensiensubstrat und/oder dem Gießwasser Aluminiumsulfat zugegeben wird.
Platz 5: Flammendes Käthchen (Kalanchoë blossfeldiana)
Herkunft/Systematik
Ca. 200 Arten werden heute in die Gattung Kalanchoë eingeordnet. Sie gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Eines davon ist die auch als Flammendes Käthchen bekannte und weltweit beliebte Kalanchoë blossfeldiana aus den Gebirgsgegenden Nord-Madagaskars.
Erscheinungsbild
Das Flammende Käthchen ist eine ca. 30 cm hohe Staude mit dunkelgrünen, fleischigen Blättern. Die Farben der eng beisammen stehenden Blüten reichen von Orangegelb, über Violett, Rosa, und Pink bis zu einem tiefen Dunkelrot.
Standort Ein heller, sonniger Platz ohne Mittagssonne sorgt dafür, dass die Blütenfarbe kräftig bleibt. Im Sommer hält sich das Flammende Käthchen auch gerne draußen im geschützten Halbschatten auf. Während der winterlichen Ruhezeit ist ein etwas kühleres Plätzchen (nicht unter 15 º C) ratsam.
Pflege
Grundsätzlich sind Kalanchoë sehr anspruchslos. Als sukkulente Pflanzen brauchen sie nicht viel Wasser. Das Flammende Käthchen sollte mäßig aber regelmäßig gegossen werden, so dass der Ballen nie ganz austrocknet. Von Frühjahr bis Sommer braucht es etwas mehr Wasser als im Winter und alle zwei Wochen etwas Blumendünger. Nach dem Abblühen empfiehlt es sich, die Pflanze ein wenig zu stutzen, damit sie nicht aus der Form gerät.
Besonderheit Alle Kalanchoë sind Kurztagspflanzen, das heißt sie blühen normalerweise nur im Winter, wenn die Tage kurz und lichtarm sind. Durch künstliche Dunkelphasen bringen die Gärtner das Flammende Käthchen zu jeder Jahreszeit zum Blühen.
Platz 6: Zimmerazalee (Rhododendron)
Herkunft / Systematik
Die Zimmerazaleen sind mit den Rhododendren aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) verwandt. Um 1810 wurden Rhododendren erstmals aus Ostasien in Europa eingeführt und animierten die Gärtner zu immer neuen Züchtungen. Über 1000 Arten sind bekannt, zwei davon sind die Stammformen unserer Zimmerazaleen: Rhododendron simsii, die Indische Azalee, und in neuer Zeit auch Rhododendron obtusum, die Japan-Azalee.
Erscheinungsbild
Sowohl die Form als auch die Blütenfarbe der immergrünen Zimmerazalee ist äußerst variantenreich: die Größe der baumartigen Sträucher reicht vom Mini bis zum imposanten Hochstämmchen. Die Farbpalette der einfachen oder gefüllten, klein- oder großblumigen Sorten umfasst zahllose Schattierungen von Weiß bis Dunkelrot.
Problematik
Da Azaleen ursprünglich an die Bedingungen frischkühler Bergwälder gewöhnt waren, gefällt es ihnen im Wohnzimmer nicht wirklich gut. Im warmen, geheizten Raum – evtl. noch mit direkter Sonnenbestrahlung fallen Blüten und Laub rasch ab und die Azalee wird zur Wegwerfpflanze.
Standort
Der ideale Platz für Azaleen ist ein helles Ost- oder Westfenster und möglichst kühl, am besten nicht über 15 º C. Außerdem ist eine hohe Luftfeuchtigkeit ratsam. Wenn diese Bedingungen stimmen, blüht die in üppigem Zustand gekaufte Pflanze noch wochenlang weiter. Von Mai bis Frostbeginn übersommert die Azalee an einem halbschattigen Standort im Garten eingesenkt.
Pflege
Während der Blüte reichlich mit kalkfreiem Wasser gießen, so dass der Boden stets feucht aber nicht nass ist. Gelegentlich ist auch ein Tauchbad günstig. Möchte man die Azalee nach dem Verblühen erhalten, wird alles Welke abgeschnitten und die Triebe werden gestutzt. Während der Wachstumsphase wird die Pflanze regelmäßig besprüht, aber nur, bis sich die ersten Knospen bilden. Nach dem Übersommern kommt sie dann wieder an ihren gewohnten Platz im Haus. Umgetopft wird alle zwei bis drei Jahre (nach der Blüte). Dafür gibt es spezielle Azaleenerde. Außerdem sollte spezieller Azaleendünger verwendet werden für die Zeit nach der Blüte bis Mitte Juli.
Besonderheit Als klassischer Winterblüher kommen Azaleen nur dann im nächsten Winter erneut zur Blüte, wenn sie im Garten übersommern durften.
Platz 7: Topf-Rose
Herkunft / Systematik
Als Topf-Rosen werden nur Zwergrosen angeboten. Sie sind Mitglieder der großen Familie der Rosengewächse (Rosaceae).1917 wurde in der Schweiz von Colonel Roulet eine wildwachsende Miniatur entdeckt, die nach ihm Rosa rouletii genannt wurde. Botanisch handelt es sich um eine Rosa chinensis „Minima“. Die auch als Kuß- oder Damenröschen bekannte, aus China stammende Art ist heute die Urform aller Zwerg- und Topfrosen.
Erscheinungsbild
Topf-Rosen werden auf eine Größe von ca. 10 bis 40 cm gezüchtet. Es gibt zahlreiche Kreuzungen in allen Rosenfarben. Die Blüten sind oft nur so groß wie ein Cent-Stück, mal gefüllt mal ungefüllt. Manche verströmen einen leichten Duft
Problematik
Auch Topfrosen sind ihrer Natur nach Freilandgewächse. Eine regelrechte Zimmerkultur ist daher schwierig. Die Pflanze sollte so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft verbringen und nur zur Blüte vorübergehend in die Wohnung geholt werden. Wer daran kein Interesse hat, entsorgt die Topf-Rosen ähnlich wie einen Schnittblumenstrauch meist direkt nach der Blüte.
Standort
Am wohlsten fühlen sich Topfrosen an einer luftigen, möglichst kühlen Stelle, die hell bis sonnig sein darf. Pralle Mittagssonne nimmt die Pflanze aber übel. Möchte man sie länger pflegen, kommt sie im Sommer ins Freie.
Pflege
Im Sommerhalbjahr wollen Topf-Rosen gleichmäßig feucht gehalten werden, am besten gießt man von unten. Im Winter brauchen sie nur so viel Wasser, dass der Ballen nicht austrocknet. Abgeblühte Blumen werden regelmäßig entfernt. Nach dem Sommer im Freien kommt die Pflanze vor dem ersten Frost ins Haus. Dort überwintert sie am besten bei ca. 6 – 8 º C. Ab Februar sollte sie Schritt für Schritt wieder an Zimmertemperatur gewöhnt werden. Vor dem Austreiben empfiehlt sich ein kräftiger Rückschnitt (ein Drittel bis zur Hälfte) und ein Umtopfen in frische Erde. Gedüngt wird von Februar bis August alle zwei Wochen mit kalkreichem Blumendünger.
Platz 8: Eliator-Begonien

Herkunft / Systematik
Die Eliator-Begonien sind eine von drei Gruppen der Blütenbegonien. Diese wiederum gehören zusammen mit den Blatt- und Strauchbegonien in die große Familie der Schiefblattgewächse (Begoniaceae) mit 1400 bis 1500 Arten. Ursprünglich stammen Begonien aus feuchten tropischen und subtropischen Gebieten, aber auch aus Gebirgswäldern. Die meisten Arten gibt es in Südamerika. Die ersten Begonia-Elatior-Hybriden sind Anfang des 19. Jahrhunderts durch Kreuzungen in England entstanden.
Erscheinungsbild
Ihren unsymmetrischen Blättern verdankt die ganze Familie ihren Namen „Schiefblätter“. Die Sortenvielfalt der krautigen Staude ist sehr groß, entsprechend auch die Vielfalt der Blütenfarben, die zwischen Weiß, Rosa, Gelb und Rot variiert – das Ganze einfach oder gefüllt.
Standort
Vom Ursprung her sind alle Begonien Schattenpflanzen und Winterblüher. Heute gibt es sie jedoch ganzjährig blühend im Handel. Am besten gefällt es ihnen von April bis September eher halbschattig, von Oktober bis März so hell wie möglich. Dabei sollten sie immer genug frische Luft bekommen und an keinem Standort praller Mittagssonne ausgesetzt sein. Die Temperaturen betragen im Idealfall um 18 º C. Nach den Eisheiligen können Begonien auch nach Draußen gepflanzt werden.
Pflege
Am richtigen Platz sind Eliator-Begonien dankbare Zimmerpflanzen, die oft monatelang blühen. Sie mögen es gleichmäßig feucht, das heißt sie vertragen weder Staunässe noch Ballentrockenheit. Dazu am besten zwei- bis dreimal pro Woche mit möglichst kalkarmem, handwarmen Wasser gießen. Im Sommer wird wöchentlich gedüngt, im Winter alle zwei Wochen. Wer Verblühtes und zu lange Blütenstiele regelmäßig entfernt, fördert die Bildung neuer Blütenstiele.
Besonderheiten
Eliator-Begonien sind einjährig. Eine Weiterkultur lohnt sich daher meist nicht. Hat die Pflanze ausgeblüht, gönnt man sich am besten ein neues Exemplar.
Platz 9: Flamingoblume (Anthurium)
Herkunft / Systematik
Die Gattung Anthurium umfasst über 600 Arten und gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Die Pflanze aus dem tropischen Mittel- und Südamerika wurde um 1850 von dem österreichischen Botaniker Scherzer entdeckt. Sein Name findet sich in den Anthurium-Scherzerianum-Hybriden wieder, auch Kleine Flamingoblumen genannt. Die zweite, als blühende Zimmerpflanze bedeutsame Art, ist Anthurium andraeanum, die Große Flamingoblume.
Erscheinungsbild
A.-Scherzerianum-Hybriden haben schmale, gestielte, dunkelgrüne Blätter und mittelgroße, herzförmige Blüten. Dabei handelt es sich botanisch um Hochblätter (Spatha), die in Rot, Orange, Weiß oder Rosa den spiraligen Blütenkolben umgeben. Diese kleinere Anthurienart wird ca. 30 bis 50 cm hoch. Insgesamt wesentlich größer fallen die A.-Andraeanum-Hybriden aus. Bei dieser Art werden schon einzelne Blätter bis zu 40 cm lang. Ihre Hochblätter sind meist korallenrot und gekräuselt und glänzen stark. Neue Züchtungen haben heute zu einer größeren Farbenvielfalt – manchmal sogar zweifarbig – geführt.
Standort
Anthurien brauchen das ganze Jahr über einen warmen und hellen bis halbschattigen, nicht zu sonnigen Platz. Sie dürfen nicht ins Freie und werden auch im Winter bei Zimmertemperatur oder leicht darunter (mindestens 15 º C) gehalten. Die Scherzerianum-Hybriden sind weniger anspruchsvoll als die anderen Sorten. Letztere gedeihen als tropische Pflanzen am besten im klimatisierten Blumenfenster.
Pflege
Bei richtiger Pflege sind Anthurien sehr langlebig und blühen ganzjährig. Sie werden täglich gegossen und zwar unbedingt mit voll enthärtetem, temperiertem Wasser. Dabei darf keine Staunässe entstehen. Da Anthurien eine hohe Luftfeuchtigkeit lieben, werden die grünen Blätter – nicht die farbigen Hochblätter – einmal pro Woche mit dem Gießwasser besprüht. Günstig ist auch eine Schale mit Wasser neben der Pflanze oder ein Bewuchs mit Moos auf der Blumenerde. Anthurien vertragen keine zu hohen Salzkonzentrationen. Daher brauchen sie nur in der Hauptwachstumszeit alle zwei Wochen Blumendünger in halber Konzentration. Verblühte und braune Stängel werden regelmäßig abgeschnitten. Das Umtopfen erfolgt im zeitigen Frühjahr.
Besonderheiten
Die eigentlichen Blüten der Anthurien sitzen als kleine Noppen am Blütenschweif. Sie geben einen Hinweis darauf, wie lange die Pflanze schon blüht: Ist der Blütenschweif noch glatt und gelblich, ist die Anthurie noch sehr frisch. Je deutlicher die noppenartigen Blüten zu erkennen sind, desto länger blüht die Pflanze schon.
Platz 10: Zimmerefeu (Hedera)
Herkunft / Systematik
Wildwachsender Efeu ist in subtropischen Regionen und in klimatisch gemäßigten Gegenden, auch in Deutschland, heimisch. Seine Geschichte reicht bis zu den alten Ägyptern zurück. Der „Gemeine Efeu“ (Hedera helix) gehört zur Familie der Araliengewächse (Araliaceae). Heutzutage sind unzählige verschiedene Züchtungen auf dem Markt – während die einen verschwinden kommen neue Kreuzungen hinzu.
Erscheinungsbild
Alle Efeu-Arten sind selbstklimmende Kletterpflanzen: Dank ihrer Haftwurzeln halten sie sich überall fest. Sie entwickeln lange Triebe, mit denen sie entweder Regale und Wände erobern oder aus Hängeampeln und von Blumensäulen üppig herabregnen. Die Bandbreite der Blattformen und –farben ist groß: neben Blättern in allen Grüntönen, gibt es auch gelbe oder violette Varianten und verschiedene buntblättrige.
Problematik
Da es so viele, ständig wechselnde Züchtungen gibt, fällt die Wahl einer bestimmten Sorte schwer. Auch die Herkunft der verschiedenen Kulturformen ist nicht immer eindeutig zu bestimmen. Daher bieten alle Pflegetipps nur eine grobe Richtschnur und im Zweifelsfall muss ausprobiert werden, welche Bedingungen für eine bestimmte Pflanze ideal sind.
Standort
Grundsätzlich ist der Zimmerefeu recht anspruchslos. Je nach Sorte werden sowohl helle als auch schattige, sowohl warme als auch kühlere Standorte vertragen. Wenn möglich, sollte er bei Zimmertemperatur mit viel Licht – aber ohne direkte Sonne – gehalten werden. Buntblättrige Sorten sind empfindlicher und benötigen einen wärmeren und helleren Standort als einfarbige. Im Winter sind 10 º C für grüne Sorten und mindestens 15 º C für mehrfarbige ideal. Die Pflanzen kommen aber auch im Winter mit geheizten Räumen zurecht.
Pflege
Efeu braucht nicht viel aber regelmäßig zimmerwarmes Wasser, so dass der Ballen konstant mäßig feucht ist. Da er hohe Luftfeuchtigkeit liebt, fördert gelegentliches Besprühen das Wachstum. Überwintert der Efeu kalt, wird weniger gegossen. Dazu erhält die Pflanze von März bis August wöchentlich schwach konzentrierten Dünger. Verbleibt der Efeu im Winter an einem warmen Standort, werden die neuen Triebe dünn und die Blattabstände immer größer. Dann empfiehlt sich ein großzügiger Rückschnitt.
Sind eure Zimmerpflanzen Favoriten auch unter den Top Ten, oder bevorzugt ihr andere Pflanzenarten mehr und warum? Ich würde mich über eure Information hierüber freuen.
Herzlichst, euer Charles
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