Weihnachten – auch für Zimmerpflanzen?
5. Dezember 2009
Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,
dem Gruß des Weihnachtsmannes schließen sich an und wünschen allen Freunden von Seramis ein
„Frohes Fest und ein gutes, gesundes Neues Jahr 2010!“

die Pflanzen Experten Anne Hahnenstein, Brigitte Heinrichs, Stefan Birkel, Heinz-Dieter Molitor, Harro Wilhelm und das Redaktionsteam von Seramis
In den nächsten Tagen werden wir wieder mit den schönen Dingen zu Weihnachten verwöhnt werden: Gänse, Puten und Enten bruzzeln in der Bratröhre … dazu gibt es Klöße, Rotkohl, Blumenkohl und leckere Soßen …. Stollen, Klaben, Weihnachtsplätzchen warten auf dem Kaffetisch … und noch vieles mehr. Bei so viel Wohlbefinden verwöhnen wir auch gerne unsere Tiere und Vögel im Garten und denken dabei natürlich auch an unsere Zimmerpflanzen mit Gießen, Blumenspritze und ein wenig Dünger.
Doch Vorsicht, nicht alle Pflanzen möchten jetzt verwöhnt werden!
aus: dpa, 22.12.2009
Auch Zimmerpflanzen haben (wie der Igel im Garten oder die Schildkröte im Keller) jetzt Winterpause und brauchen dann auch (keine Nahrung) keinen Dünger. „Etliche Zimmerpflanzen ruhen während der dunklen Jahreszeit. Sie dürfen dann fast nicht gegossen und erst recht nicht gedüngt werden“, erklärt der Zentralverband Gartenbau in Bonn.
Viele dickbauchige Arten gehören zu den Winterschläfern. Von den Kakteen, mit Ausnahme der Gliederkakteen, ist dies bekannt. Sie blühen nicht, sofern sie nicht ein paar Wochen lang konsequent trocken stehen.
Weihnachtskakteen sind leicht zu pflegen, wenn sie nicht wie normale Kakteen behandelt werden. Die Pflanzen sind Epiphyten, also Baumaufsitzer. Sie wurzeln im lockeren Humus, der sich auf Zweigen und Ästen sammelt. Auch im Topf brauchen sie durchlässige, humose Erde. Gedüngt wird nur sparsam. Reichlich Wasser, ohne Staunässe, ist auch in der Wohnung wichtig. Nach der Blüte braucht die Pflanze eine Weile weniger Wasser.
Auch die Aasblumen (Stapelia) wollen fast nicht gegossen werden.

(Aasblume)
Die verschiedenen Formen des Bogenhanfs fühlen sich deutlich wohler, wenn sie nahezu trocken durch den Winter gehen dürfen.

(Bogenhanf)
Das fehlende Licht macht Echeveria, Beaucarnea und Euphorbien ebenfalls zu schaffen. Werden sie zusätzlich durch Gießen und Düngen angetrieben, wird es für sie kritisch.

(Euphorbie)
Die prächtige Medinilla will im Winter zwar mäßig warm über 15 Grad stehen, aber in Ruhe gelassen werden, weder gießen noch düngen.

(Medinilla)
Sie hat schon ab Ende August das Blühen eingestellt. Erst im Februar geht es wieder los mit den beeindruckenden rosa Blüten. Dann verträgt sie auch wieder Wasser und Dünger.

(Kokospälmchen)
Auch Palmen kommen mit wenig Wasser gut durch den Winter. Nur das Kokospälmchen (Mikrocoelum weddelianum) braucht das ganze Jahr durch viel Wasser.
Herzlichen "Weihnachtsgruß", euer Charles

