Trauer auf der Fensterbank? Nein Danke!
5. April 2010
Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,
jetzt, wo es wieder langsam wärmer wird und wir unsere Zimmerpflanzen wieder mehr gießen können, die Ruhezeit der Pflanzen ist vorüber, stellen wir oft traurig fest, dass die Blätter, anstatt satt grün zu werden, vertrocknen und die für uns wertvollen Pflanzen einzugehen beginnen. Meist führen wir dies auf eigene Pflegefehler im Winter zurück, die wenig oder zu viel gegossen oder gedüngt. Dass die Ursache dieser Pflanzenkrankheit in der Blumenerde und an den Wurzeln liegt, bemerken wir erst dann, wenn wir die Pflanze entsorgen oder nochmals umtopfen wollen.
Die Larven der Trauermücken leben in der Blumenerde und knabbern die Wurzeln der Zimmerpflanzen an. Viele kleine Fliegen (Trauermücken), die ab und an um die Zimmerpflanzen geschwirrt sind, legen ihre Eier in feuchter, humusreicher Blumenerde ab. Daraus schlüpfen weiße, vier bis sieben Millimeter lange Larven mit schwarzen Köpfen. Sie leben von den abgestorbenen Pflanzenteilen in der Blumenerde, knabbern bei Nahrungsmangel aber auch die Wurzeln der Zimmerpflanzen an. Eingeschleppt werden die lästigen Insekten oft mit minderwertiger Blumenerde.
Erste Maßnahme bei Trauermückenbefall: So wenig wie möglich gießen und – falls die Pflanzen das mitmachen – die Topfballen kurzzeitig austrocknen lassen. Mit klebrigen Gelbsteckern, die in die Topfballen gesteckt werden, kann man die erwachsenen Trauermücken einfangen und so den Befall reduzieren.
Aber auch hier sollte gelten: Vorsorge ist besser als heilen!
Denn: Pflanzen wir die Blumen anstatt in Blumenerde in ein Tongranulat, vermeiden wir Trauermücken weitestgehend, denn diese lieben kein Tongranulat, sondern suchen feuchte Erde zur Eiablage.
Ob dieser Vorteil auch gegenüber Torfkultursubstraten besteht, wurde in einer aufwendigen, unabhängigen Studie von Prof. Dr. Walter Wohanka untersucht.
Das Ergebnis ist signifikant:
„ .. an Pflanzen mit ausschließlich torfhaltigem Substrat konnten im Durchschnitt 41,6 erwachsene Trauermücken nachgewiesen werden. Das Abdecken mit zwei Zentimeter Seramis-Granulat reduzierte den Befall um rund 40 Prozent und das Topfen in reinem Seramis-Granulat sogar um 83 bis 89 Prozent „

Ich meine: Gebt den Trauermücken keine Chance, eure wertvollen Zimmerpflanzen, oder euren Gemüsegarten, anzugreifen, versorgt sie jetzt mit dem vorsorgendem Tongranulat und ihr kommt gut durch den Sommer und habt prächtige Pflanzen – und gut sieht dies auch noch aus.

Herzlichst, euer Charles

