Duftende Zimmerpflanzen
16. Januar 2011
Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,
in den letzten Tagen sind wir in den meisten Regionen mit warmen und freundlichen Wetter verwöhnt worden. Im Freien hat man schon das Empfinden, es geht jetzt zügig in Richtung Frühling. Man kann ihn schon förmlich riechen. Aber bis zum astronomischen Frühlingsbeginn am 21. März, oder dem kalendarischen am 01. März 2011, werden unsere Pflanzen draußen sicher noch öfters vom Schnee bedeckt sein, wie dieses Schneeglöckchen.
In der SWR Sendung „Grünzeug“, vom 11. Januar, wurde der Frühling mit seinen Düften schon mal in die Wohnung geholt.
Für alle, die diese Sendung nicht sehen konnten, zeigen wir hier nochmal den Inhalt:
Damit sich Blüten und Duft allerdings voll entfalten, muss die Luftfeuchtigkeit hoch genug sein, in der Regel über 50 %. Und warm muss der Raum auch sein, sonst können sich die Düfte weder entfalten noch in unsere Nase transportiert werden.
| Zimmerjasmin ist ein weiterer, ausgesprochen attraktiver und duftiger Mitbewohner. Er mag es hell und im Winter nicht zu warm, aber sonnig. Im Sommer steht auch er gern draußen auf der Terrasse oder im Garten.
Ganz ähnliche – nur viel größere – Blüten hat die Kranzschlinge (Stephanotis). Trotz ihrer Ähnlichkeit kommt sie allerdings aus einer ganz anderen Pflanzenfamilie. Während der Jasmin zu den Ölbaumgewächsen gehört, ist die Kranzschlinge ein Seidenpflanzengewächs, das zwar unbedingt viel Helligkeit benötigt, direkte Sonne aber gar nicht verträgt. Wie die Gardenie mögen beide ebenso nur entkalktes Wasser. |
Wenn man Regenwasser – aus einer Tonne im Garten zum Beispiel – zur Verfügung hat, ist das natürlich die beste Variante.
Ansonsten kann man einfach einen Wasserfilter verwenden, mit dem man auch Trink- und Teewasser aufbereitet. Für Gießwasser kann man die Filter übrigens viel länger verwenden.
Wenn man das gefilterte Wasser trinken möchte, muss man die Filter regelmäßiger austauschen, weil sie nach einigen Wochen bakteriell belastet sein könnten. Pflanzen haben damit kein Problem.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, Torfpellets in die Gießkanne zu geben. Etwa eine Handvoll einfach ins Wasser werfen. Nach einer Woche ungefähr schwimmen sie oben. Das heißt, das Wasser ist entkalkt und Sie sollten die Pellets rausnehmen.
Kondenswasser aus dem Trockner sollte man nicht zum Blumengießen verwenden. Es enthält oft noch zu viele Waschmittelrückstände, die den Pflanzen erheblich schaden können.
Für einen betörenden Duft im Garten pflanzt man die Zwiebeln im Frühling an frostfreien Tagen direkt ins Beet oder – für bewegliche Duftwolken – in den Kübel. In ihren Ansprüchen passt sie gut zu Gladiolen und Dahlien.
Dass Duftpflanzen nebenbei auch noch prächtig bunt blühen können, beweisen die so genannten Duftorchideen. Es gibt zum Beispiel duftige Oncidium-Hybriden, wie „Tiny Twinkle“, Zygopetalum-Hybriden oder auch Cattleya-Hybriden.
| Sogar die exotisch-schöne Phalaenopsis mit ihrem ausgesprochen unkomplizierten Wesen gibt es als besonders duftige Variante. Meist hat sie dann aber etwas weniger auffällige Blüten. |
Damit sie richtig kräftig wird und ihre duftenden Blüten auch schön entfaltet, sollte sie lediglich – wie die meisten Orchideen – bei hoher Luftfeuchtigkeit, hell, aber ohne direkte Sonne stehen.
Zum Gießen möglichst entkalktes Wasser verwenden und unbedingt vor Staunässe bewahren
| Die Experten der Sendung im Blühenden Barock haben sich folgende Duftpflanzen ins Haus geholt: | Zygopetalum-Hybride
Cattleya-Hybride Phalaenopsis violacea Oncidium Hybride „Tiny Twinkle“ Stephanotis Jasminum Gardenia |
Wer diese Pflanzen noch nicht zu Hause hat, dem empfehle ich einen Besuch im Blumen Fachhandel. Den Düften und der Schönheit wird man sich nicht entziehen können.
Herzlichst, euer Charles
weitere Infos zur SWR Sendung “Grünzeug” unter: www.swr.de/gruenzeug

