Omegapunkt oder Pflanzenmensch? Welcher Weg ist das Ziel?
4. Januar 2011
Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,
kurz vor Weihnachten flatterte mir einer von unzähligen Prospekten ins Haus, der mein besonderes Interesse fand. Auf der Rückseite des ProIdee Kataloges wurde eine wertvolle Skulptur angeboten – der „Ren Rong Pflanzenmensch“ *
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Der 1960 im chinesischen Nanjing geborene Künstler Ren Rong hat auf der Suche nach einer eigenen Handschrift seit etwa 1990 als Leitmotiv seinen Pflanzenmenschen entwickelt, einen Papierschnitt, der östliche kalligraphische Züge und westlich stilisierte figurative Elemente vereinigt. |
Ich fand diese Skulptur interessant und konnte mir gut vorstellen, dass sie als besondere Auszeichnung für herausragende Leistungen für Gärtner oder Pflanzenzüchter vergeben werden könnte, quasi als “Oskar für die grüne Branche”.
Da man “zwischen den Jahren” gewöhnlich etwas mehr Freizeit hat, habe ich mich etwas intensiver mit dem Gedanken “Pflanzenmensch” beschäftigt. Ist er vielleicht das Glied in einer evolutionären Entwicklung des Menschen, deren Endpunkt wir heute noch nicht erahnen können? Wer hätte noch vor wenigen Jahrhunderten geglaubt, dass der Mensch sich vor 5 Millionen Jahren vom Affen abgespalten hat und seine früheste Vergangenheit im Wasser bei den Fischen lag. Seit etwas tausend Jahren hat sich das Gehirn und damit die Lernfähigkeit des Menschen so stark entwickelt, dass er es schaffte, die Erde und Natur zu beherrschen, um sie damit gleichermaßen wie ein Raubtier auszubeuten und zu zerstören. Dieser Prozess scheint durch die explosive Menschheitspopulation unaufhaltsam fort zu schreiten.
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seit Jahrhundert ranken sich Mythen rund um das Thema “Mensch-Pflanze-Baum” |
Gleichwohl besinnen sich sehr viele Menschen wieder auf ihre Wurzeln und schätzen die Natur und lernen von ihr. Die “grüne” Identität verbreitet sich immer mehr, ein Mensch mit einem “grünen Daumen” gewinnt Hochachtung und unzählige Interessengemeinschaften verbindet der Schutz für Natur und Umwelt. Selbst Mediziner und Pharmakonzerne vertrauen und lernen wieder von den natürlichen Heilkräften der Natur.
Jeder dritte Pflanzenhalter “spricht mit seinen Pflanzen”, Informatiker haben die Signale der Pflanzen entschlüsselt und wir wissen heute, dass Pflanzen über Fähigkeiten wie heiraten, anlocken, zerstören, informieren, kommunizieren und vieles Andere verfügen. Und dabei in vielen Belangen dem Menschen sogar überlegen sein können.
Bei meiner Beschäftigung mit dem Pflanzenmensch bin ich bei facebook auf die Seite von Hans-Günter Olszynski gestoßen, der das Thema „homo plantus“ künstlerisch auf seiner Internet Seite*** darstellt:
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Als erstes wurde das Fleisch aus den Nahrungsmitteln verbannt. |
Pflanzenmensch – Homo Plantus |
Ist es denkbar, dass sich die Menschheit im Prozess der eigenen Zerstörung selbst als neue Überlebensform entwickeln kann?
Ein befreundeter Arzt und Biologe, mit dem ich dieses Thema diskutierte, meinte entschieden, dass ein solcher Prozess der Umformung der Menschheit aus biologischer Sicht nicht möglich sei. Was man nicht ausschließen könne sei, dass einige Menschen durch von Medizinern vorgenommenen Gen- und Organ Manipulationen so entstehen könnten. Dies sei aber keine fortpflanzungsfähige, neue Menschenrasse. Aus seiner Sicht sei die Entwicklung der Menschheit mehr unter der „Omegapunkt-Theorie von Frank J. Tipler“ **
Eine Theorie, der man bei der derzeitigen, unvorstellbar schnellen Entwicklung der Informationstechnologie, einiges abgewinnen kann. Zerstört doch der Mensch parallel in einer gleich rasenden Geschwindigkeit seine Umwelt und langfristigen Lebensgrundlagen, bei gleichzeitiger Bevölkerungsexplosion. Tiplers Theorien werden von anderen Wissenschaftlern allerdings als nicht haltbar bezeichnet.
Mir gefällt der Gedanke, einer Einheit von Mensch und Pflanze – quasi als Mischmensch – besser als die Untergangstheorie.Der Mensch mit integriertem Blattfarbstoff. Mit Hilfe des Chlorophylls könnten wir dann Fotosynthese betreiben. Nahrungsmittel müssten wir nur zur Ergänzung zu uns nehmen. Kein Hunger mehr auf Erden, keine Energiekrise! Die Natur könnte sich regenerieren.
Im Herbst 2010 kam ein österreichischer Dokumentar Film ins Kino, der sich mit dem Thema “Lichtnahrung” intensiv auseinandersetzt:
“Am Anfang war das Licht”
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ORF Beitrag zum Film: |
Film Trailer: |
In „Am Anfang war das Licht“ werden Personen gezeigt, die vorgeben, keine Nahrung im klassischen Sinn zu sich zu nehmen und sich rein von Licht oder Eingaben von „oben“ zu ernähren, wie der Inder Prahlad Jani (Mataji)
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Brandneue Erkenntnisse aus der Quantenphysik werden in dem Film bei der intensiven Spurensuche ebenso beachtet wie das Wissen der östlich-spirituellen Tradition. Einer von mehreren Protagonisten, die den streng wissenschaftlichen Part in der Dokumentation vertreten, ist Professor Dr. Anton Luger. Der beliebte Vortragsredner und Autor zahlreicher Bücher über Stoffwechsel und Innere Medizin erklärt zum Thema Lichtnahrung mit Nachdruck, dass er sich den Unterhalt des menschlichen Körpers alleine von Licht medizinisch nicht vorstellen kann. Die Untersuchung des Inders „Mataji“ Prahlad Jani wird den Naturwissenschaftler im Laufe der Doku aber zum Staunen bringen. Ab März kommt dieser Film als DVD auf den Markt. Ich meine, es lohnt sich sicher ihn anzuschauen.
Fahren wir also als Pflanzenmenschen, wie die Pflanzen ihre Blätter, in Zukunft unsere Ohren aus und schöpfen Sonnenenergie ab? Ein “Hey, alles klar? ” könnte in der Zukunft dann ein: „Hey, geh’ mir aus der Sonne, du störst meine Fotosynthese“ oder „Du bist so schön grün, darf ich dich küssen?“ sein. Aber bis dahin gilt: Pflanzenmenschen kann man bis heute nur an ihrem “grünen Daumen” erkennen und “kleine grüne Männchen” kennen wir nur vom Mars. Aber dorthin kommen wir ja auch demnächst.
Das Thema “Pflanzenmensch” ist hiermit noch lange nicht erschöpft, aber es ist interessant, sich hiermit zu befassen.
Vor allem auch im Hinblick darauf, dass für viele von uns in 2011 noch ein unschönes Erwachen folgen kann. Unsere Kanzlerin prophezeit uns ein gutes Jahr 2011 – leider lag sie aber , wie alle Wirtschaftsweisen, mit der Prognose für 2010 daneben. Sie verschweigt aber die Weichenstellungen, welche die Politik für steigende Preise gesetzt hat und so werden wir wohl den Gürtel insgesamt enger schnallen oder verzichten müssen. Aber wo? Etwa 25 Prozent unseres Einkommens geben wir für Nahrungsmittel aus. Mit einer möglichen alternativen “Lichternährung” könnten wir doch unser Budget entlasten, oder?
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Die neue CD von Harro Wilhelm mit Musik von Gabi Müller “Die Pflanzenflüsterin – Wenn Pflanzen sprechen…” hat mir gut gefallen. Ich kann sie euch empfehlen****
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Wie steht ihr zum Thema Pflanzenmensch?
Herzlichst, euer Charles
Drei Youtube Videos zu “Lichternährung” als Abrundung zum Anschauen:
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* bei www.proidee.de ,siehe auch: http://www.kunstaspekte.de/index.php?tid=10639&action=termin
** siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Omegapunkt
*** siehe: http://www.rostseite.de/genetic.htm
**** erhältlich: Harro Wilhelm wilhelm@erlebnisgaertnerei.de / Gabi Müller gabi.mueller@kabelmail.de

