Trauer auf der Fensterbank? Nein Danke!
14. September 2011
Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,
jetzt, wo wir demnächst wieder unsere Kübel-, Balkon- und Terrassenpflanzen in das Winterquartier oder in die Wohnung bringen, besteht die Gefahr , dass viele kleine, ungebetene Gäste in der Pflanzenerde mitkommen. Und dann im Frühjahr, wenn die Ruhezeit der Pflanzen vorüber ist, stellen wir oft traurig fest, dass die Blätter, anstatt satt grün zu werden, vertrocknen und die für uns wertvollen Pflanzen einzugehen beginnen. Dies kann bei Zimmerpflanzen auch zutreffen. Auch bei denen, die wir jetzt im Herbst noch neu kaufen. Meist führen wir dies auf eigene Pflegefehler im Winter zurück – wie zu wenig oder zu viel gegossen oder gedüngt. Dass die Ursache dieser Pflanzenkrankheit in der Blumenerde und an den Wurzeln liegt, bemerken wir erst dann, wenn wir die Pflanze entsorgen oder nochmals umtopfen wollen. Verantwortlich sind die Trauermücken. Die werden meistens für Obstfliegen gehalten und gar nicht in Verbindung mit kranken Pflanzen gebracht. Die erwachsenen Tiere verursachen keine Schäden – sind einfach nur lästig.
Trauermücken (Bradysia impatiens)
Besonders gefährdet sind die zarten, empfindlichen Jungpflanzen.
Erste Maßnahme bei Trauermückenbefall:
So wenig wie möglich gießen und – falls die Pflanzen das mitmachen – die Topfballen kurzzeitig austrocknen lassen. Will man in die Pflanze in neue Blumenerde umtopfen, kann man die Erde vorher kurz in die Mikrowelle oder in den Backofen schieben und man kocht/backt sie sozusagen einmal. Hierdurch sterben mögliche Trauermückenlarven in der Erde ab. Dies ist natürlich kompliziert und birgt die Gefahr, dass Nährstoffe in der Erde darunter leiden.
Trauermückenfrühwarnsystem, Quelle: M. Schellack, unter http://garten2null.de/2010/11/25/ich-sehe-gelb/ |
Haben sich Trauermücken in Zimmerpflanzen eingenistet, dann könnt ihr mit Gelbtafeln die Mücken abfangen. Diese Maßnahme hilft bei leichtem Befall.
Man kann diese Gelbtafeln auch gut als “Frühwarnsystem” vor Trauermücken einsetzen. |
Wenn die Fliegen beim Gießen schon auffliegen, dann sollte man die Pflanze entweder sofort entsorgen oder die Erde abmachen und versuchen alle Larven zu entfernen. Danach sollte man die Pflanze in ein Tongranulat, wie SERAMIS, umtopfen, das die Trauermücken nicht mögen.
Sind die Trauermücken aber schon hartnäckige Untermieter, dann bringt der Einsatz von Nützlingen Abhilfe. Im Fachhandel gibt es Nematoden, das sind kleine Fadenwürmer, die sich von den Larven der Trauermücken ernähren. Die Fadenwürmer befinden sich in einem trockenen Pulver in einer Art Ruhephase. Das Pulver wird einfach im Wasser aufgelöst und über die Erde gegossen. In der feuchten Erde erwachen die Nematoden mit großem Appetit. Die schnellen und beweglichen Nematoden machen sich über die Mückenlarven her und rotten so die Nachkommen der Mückenfamilie aus.
Um diese Gefahr und den Stress für die Pflanzen zu vermeiden, sollte eine geeignete Vorsorge getroffen werden.
Vorsorge ist besser als heilen!
"Die modernen mineralischen Substrate, wie Seramis oder Lechuza-Pon bieten den Larven keine Nahrungsgrundlage. Pflanzen Sie Ihre Lieblingspflanzen in diese Substrate um, dann haben Sie meist Ruhe vor den Plagegeistern." *)
Ein sicherer und unkomplizierter Weg zur Vermeidung von Trauermücken:
Werden die Blumen anstatt in Blumenerde in ein Tongranulat gepflanzt, können Trauermücken von vorneherein weitestgehend vermieden werden. Denn Trauermücken lieben kein Tongranulat – sie suchen feuchte Erde zur Eiablage.
Ob dieser Vorteil auch gegenüber Torfkultursubstraten besteht, wurde in einer aufwendigen, unabhängigen Studie von Prof. Dr. Walter Wohanka untersucht.
Das Ergebnis ist signifikant:
„ .. an Pflanzen mit ausschließlich torfhaltigem Substrat konnten im Durchschnitt 41,6 erwachsene Trauermücken nachgewiesen werden. Das Abdecken mit zwei Zentimeter SERAMIS-Granulat reduzierte den Befall um rund 40 Prozent und das Topfen in reinem SERAMIS-Granulat sogar um 83 bis 89 Prozent „
Grafiken: Prof. Dr. W. Wohanka |
Der Beweis:
| Die komplette Presse Veröffentlichung des Untersuchungsergebnisses von Prof. Dr. Walter Wohanka könnt ihr anschauen unter:
http://charlesblog.de/blog/2011/09/trauermckenbefall-granulat-und-orchideensubstrat-im-test/ |
Unser Tipp:
Gebt den Trauermücken keine Chance, eure wertvollen Zimmer- oder Kübelpflanzen anzugreifen, topft sie zur Vorsorge in SERAMIS Tongranulat um – sie kommen dann gut durch den Winter und ihr habt im Frühling wieder viel Freude an ihnen.
An die Pflanztöpfe… fertig…. los!
Herzlichst, euer Charles
Quelle.
*) http://www.lwg.bayern.de/gartentipps/2011/41338/index.php



