Zimmerpflanzen – ohne Stress durch den Winter
28. Oktober 2011
Liebe Blumen- und Pflanzenfreunde,
man hat zunehmend den Eindruck, dass sich der Oktober für den doch sehr feuchten und teilweise kühlen Sommer entschuldigen möchte. Schöne Altweiber-Sonnentage locken uns nach draußen, wann immer wir können. Es macht Spaß den Garten für den Winter und kommenden Frühling fit zu machen und die Kübelpflanzen winterfest zu bekleiden oder in das Winterquartier zu bringen. So könnte es eigentlich noch eine Weile weiter gehen, mit den schönen Tagen. Vor allem, da wir ab Sonntag morgens bei Helligkeit aufstehen können, wir gewinnen eine Stunde mehr.
Doch nicht nur für uns, auch für die Zimmerpflanzen ist der Winter eine harte Zeit. Warme und trockenen Heizungsluft und wenig Licht machen ihnen zu schaffen. Schädlingsbefall und vergilbte Blätter, vor allem bei tropischen Zimmerpflanzen wie Orchideen, können die Folge sein.
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Anne Hahnenstein, Expertin für die richtige Pflege von Zimmerpflanzen, informiert: “ So bleiben Ihre Zimmerpflanzen gesund” |
Die meisten Krankheiten sind auf Pflegefehler zurückzuführen. Das heißt im Umkehrschluss: Wenn Sie die Bedürfnisse Ihrer Zimmerpflanzen kennen und ihnen gerecht werden, bleiben Ihre Pflanzen gesund.
Ein ganz wichtiger Hinweis für die richtige Pflege ist der Heimatstandort der Pflanze. So dürfen Sukkulenten, die aus trockenen, kargen Wüstenregionen stammen, weder übergossen noch überdüngt werden. Orchideen, die größtenteils als Aufsitzerpflanzen auf Bäumen wachsen, lassen ihre Wurzeln frei baumeln – sie bekommen viel Licht und Luft und würden in feuchter Erde schnell faulen. Deshalb unbedingt wasserduchlässige Orchideenerde, wie das Seramis Spezial-Substrat für Orchideen, verwenden und Staunässe absolut vermeiden!
Also: Wer den Heimatstandort seiner Zimmerpflanzen kennt, kann für artgerechte Pflege sorgen!
So vermeiden Sie Pflegefehler:
In Anlehnung an den natürlichen Standort jeder einzelnen Pflanze auch im Haus den richtigen Platz geben. Dafür lautet die wichtigste Faustregel: Schattengewächse nie an einen sonnigen Platz stellen und umgekehrt. Pralle Mittagssonne durch Fensterscheiben vertragen nur die allerwenigsten Pflanzen; deshalb an Sonnentagen über Mittag schattieren.
Je lichtärmer der Standort, desto kühler sollte er sein; dann sparsamer gießen. Umgekehrt gilt: Je heller eine Pflanze steht, desto mehr Wärme, Wasser und Dünger verträgt sie. Fürs Düngen gilt: In der Wachstums- und Blühphase wird gedüngt, in der Ruhephase nicht. Die meisten Pflanzen werden im Winter nicht gedüngt; Düngergaben im Herbst schon reduzieren und im Frühjahr wieder steigern.
Vielen Pflanzen tut es gut, wenn die Blätter im Winter bei trockener Heizungsluft mit kalkarmem, zimmerwarmem Wasser besprüht werden. Aber aufgepasst: Nicht alle Pflanzen mögen das – Pflanzen mit samtig behaarten Blättern wie das Usambaraveilchen zum Beispiel nicht. Blüten prinzipiell nie besprühen!
Blattpflanzen wie Farne, Birkenfeigen und Palmen schätzen gerade im Winter auch eine lauwarme Dusche.
Viele Zimmerpflanzen stehen nah an der Heizung.
Auch wenn dies für die meisten Pflanzen nicht der optimale Standort ist, können sie sich auch dort wohl fühlen, sofern man einige Tricks kennt.![]()
Die Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge wie Spinnmilben, Woll- und Schmierläuse kontrollieren, täglich besprühen, vertrocknete Blattspitzen abschneiden und eventuell die Luftfeuchte erhöhen, sei es durch einen Zimmerbrunnen oder ein feuchtes Kiesbett.
Keine Probleme mit trockener, warmer Heizungsluft haben Bromelien, Wüstenrose, Aloe- Arten, Elefantenfuß, Flaschenpflanze, Tillandsien und Kakteen.
Wenn Sie spezielle Fragen zur Pflanzenpflege haben, stellen Sie mir diese bitte um „Experten“ Blog, in „Expertin für Pflanzenpflege“. Ich beantworte sie gerne.”
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Wer diese Empfehlungen beherzigt, wird viel Freude an seinen Zimmerpflanzen in der kalten und dunklen Jahreszeit haben.
Bei aller Pflanzenpflege aber bitte nicht vergessen – vorsichtig beim Lüften. Kalte Zugluft hat schon so mancher Zimmerpflanze das Leben ausgehaucht.
Herzlichst, euer Charles






